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Ende eines Denkmals

Vierständerhaus wird abgerissen Ende eines Denkmals

Damit verliert Altenhagen II ein in Stein gemeißeltes Kapitel seiner Gründungsgeschichte. Denn das historische Vierständerhaus an der Straße im Unterdorf wird abgerissen. Eine entsprechende Genehmigung für den aktuellen Besitzer liegt nach Angaben von Bürgermeister Frank Witte vor.

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Anstelle des altehrwürdigen Gebäudes sollen zwei Einfamilienhäuser entstehen.

Quelle: gus

ALTENHAGEN II. WGMA-Ratsfrau Silke Wiegmann hatte das Thema im Rat angeschnitten.

Das Gebäude, das seit 20 Jahren leer steht, gehört zu einem der drei Bauernhöfe, aus denen das heutige Altenhagen II entstanden ist. Mindestens seit 1689 gibt es den Hof, wahrscheinlich ist er aber deutlich älter. Das Wohnhaus, welches nun abgerissen werden soll, wurde 1802 errichtet.

Trotz einiger Anbaumaßnahmen handelt es sich im Kern immer noch um ein Vierständerhaus. Diese sind heute nur noch selten zu finden. Es ist das älteste noch existierende Gebäude des Dorfes und steht genauso wie die Alte Schule und das Fachwerkgebäude am oberen Ende des Unterdorfs unter Denkmalschutz.

Unter anderem werden die Vorgaben der Denkmalschutzbehörde dem Haus nun zum Verhängnis. Denn nach Angaben von Witte sieht sich der aktuelle Besitzer des Anwesens nicht in der Lage, die Forderungen zu erfüllen. „Der Besitzer hat mit dem Denkmalamt gesprochen und mitgeteilt, dass eine Restaurierung nicht realisierbar ist“, sagt Witte.

Vierständerhaus muss zwei Einfamilienhäusern weichen

Eine Abrissgenehmigung liege seit kurzer Zeit vor. Wann das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht werden soll, kann Witte nicht sagen. Allerdings weiß er, was auf dem Grundstück passieren wird: „Dort sollen zwei Einfamilienhäuser entstehen.“

Möglicherweise hätte die Gemeinde auch selbst Hand anlegen können, immerhin wären Zuschüsse um die 50 Prozent erwartbar gewesen. „Ohne die genauen Preise zu kennen – das wäre für uns zu groß geworden“, sagt Witte.

„Hätten wir aber geahnt, dass das Dorfentwicklungsprogramm kommt, hätten wir vielleicht etwas tun können“, erklärt Messenkamps Bürgermeister. Nach derzeitigen Vorstellungen sollen sich Pohle, Messenkamp und Feggendorf gemeinsam um die Teilnahme am Landesprogramm Dorfentwicklung bewerben (wir berichteten). „Doch das dauert eh noch wenigstens anderthalb Jahre. Und die Abrissgenehmigung ist ja bereits da“, so Witte. js

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