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Erinnerung an alten Mord geweckt

Verbrechen an Ines K Erinnerung an alten Mord geweckt

Die schreckliche Gewalttat, bei der die Lauenauerin Ines K. ums Leben gekommen ist, weckt in der Nachbarstadt Rodenberg schlimme Erinnerungen: Vor fast genau 36 Jahren wurde eine Rodenbergerin getötet – ein Täter jedoch nie ermittelt.

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Unter der Auebrücke an der Kreisstraße 57 wurde vor 36 Jahren Vera W. erschlagen.

Quelle: js

Rodenberg/Lauenau. Auch weil das Verbrechen nie aufgeklärt wurde, beschäftigt der Fall die Rodenberger jetzt wieder. Denn seit mehr als zwei Wochen sucht die Polizei vergeblich nach dem Schuldigen am Tod von Ines K.

Im Morgengrauen eines Spätjulitags im Jahr 1979 ereignete sich die Bluttat unter der Aue-Brücke am „Grünen Baum“. Offenbar hatte sich die Rodenbergerin Vera W. dort mit einem Mann getroffen. Ohrenzeugen berichteten der Polizei nach der Tat von einem Gespräch, in dem eine männliche Stimme die Worte „aber ich liebe Dich doch“ gesagt haben soll. Weil es sich um einen Streit zu handeln schien, dazu noch früh am Tag, alarmierten Anwohner die Polizei.

Was sich unter der Brücke zugetragen hatte, kam nie ans Tageslicht. Die Polizei fand Vera W. mit eingeschlagenem Schädel am Ufer der Aue, den Kopf im Wasser. Ein Stein oder ein schweres Stück Kabel – in der Nähe wurden seinerzeit Kabel verlegt – galten als mögliche Mordwaffen.

Mehrere Männer wurden verdächtigt, die zweifache Mutter getötet zu haben. Einerseits kam der Vater der Kinder in Betracht, doch da Vera W. zu mehreren Männern im Ort Liebesbeziehungen gehabt haben soll, gerieten auch diese ins Visier der Fahnder. Unter anderem wurde ein Bäcker verdächtigt, der zur Tatzeit Brötchen auszufahren pflegte und an dessen Route auch der Tatort lag. Der Makel haftete lange an dem Mann und belastete dessen Umfeld.

Weil nie ein Täter überführt wurde, gehen noch heute Gerüchte um, wer Vera W. umgebracht haben könnte. Die Geschehnisse von Lauenau spülen all dies wieder an die Oberfläche. Besonders die damaligen Zeugen können die Erinnerung an den Juli 1979 schwer ausblenden.

Der Ehemann des Rodenberger Opfers beging einige Jahre nach dem Tod von Vera W. Selbstmord. Ob er einen Abschiedsbrief hinterließ und darin möglicherweise ein Geständnis ablegte, kam nie heraus.

Wenige Jahre später gab es einen weiteren Mord in Rodenberg – diesmal wurde der Täter aber gefasst. gus

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