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Rodenberg Ersatz für Gestohlenes
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Ersatz für Gestohlenes
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00:34 22.04.2018
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RODENBERG

Ein Mitarbeiter der Herstellerfirma berichtete, dass zuletzt mehrfach Feuerwehren in dieser Form bestohlen wurden. In aller Regel taucht solches Gerät, das eigentlich zum Befreien von Unfallopfern aus Fahrzeugen gedacht ist, nach Einbrüchen beispielsweise in Juweliergeschäften wieder auf. Zunächst hatte die Feuerwehr nach dem Diebstahl Leihgeräte bekommen, doch nun sollte die Politik eine Dauerlösung vorantreiben.

Die präsentierten Geräte verfügen über extrem leistungsfähige und langlebige Akkus – diese kosten 400 Euro pro Stück. Die Leistung genügt, um die Karosserie des größten und sichersten Fahrzeugs der Mercedes-Pkw-Flotte in seine Einzelteile zu zerlegen. Die Kraft entspricht jener der Vorgänger.

Ein großer Vorteil wäre, dass die Feuerwehrleute damit keinen Hydraulikschlauch mehr mitschleppen müssten. Leichter als die Vorgänger sind die gezeigten Geräte auch. Hinzu kommt: Sie nehmen weniger Platz auf dem Einsatzfahrzeug ein, sind günstiger in der Anschaffung und erzeugen geringere Wartungskosten.

Gemeindebrandmeister Jens Löffler betonte, dass die Leihgeräte die Feuerwehr vollauf überzeugt haben. Sie mussten einmal bei einem schweren Unfall auf der A2 eingesetzt werden. Löffler zufolge haben sich die Vorteile in der Handhabung dabei exakt wie beschrieben bestätigt. „Diese Geräte sind deutlich schneller einsatzbereit“, betonte er. Löfflers Stellvertreter, Tobias Komossa, strich zudem die positive Auswirkung auf die Sicherheit der Einsatzkräfte heraus.

Zusätzlich zu Spreizer und Schere hat die Feuerwehr drei Akkus, ein Ladegerät und ein Netzteil für den Anschluss an die Steckdose des Einsatzfahrzeuges beantragt. 22000 Euro würde dies kosten. Nach Worten vom Leiter Innere Verwaltung, Jörg Döpke, beträgt die Differenz zu der Summe, die die Samtgemeinde von der Versicherung erhalten hat, 10000 Euro.

Ob das präsentierte Gerät beschafft wird, hängt nun von der Ausschreibung ab. Die Kommune muss sich für das günstigste Angebot entscheiden, das dabei im Rathaus eintrifft.

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