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Feuerwehr Rodenberg bilanziert 102 Einsätze

Mehr gefordert als je zuvor Feuerwehr Rodenberg bilanziert 102 Einsätze

Fast zweimal pro Woche hat die Rodenberger Feuerwehr im vergangenen Jahr ausrücken müssen. 102 Einsätze bedeuten einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren. Elf Menschen mussten gerettet werden.

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Seit 50 Jahren Mitglied der Rodenberger Feuerwehr: Wilhelm Gewecke (rechts) und Rolf Tegtmeier. 

 

Quelle: nah

Rodenberg. Davon konnten jedoch drei nur noch tot geborgen werden. Allein die Autobahn forderte an 16 Tagen die Helfer. Sie fühlten sich dabei jederzeit ihrer Aufgabe gewachsen: Bei 77 Aktiven ist die geforderte Mindeststärke von 42 Kräften weit überschritten. 

Dennoch kümmert sich die Wehr um Anwerbung und Ausbildung, weil Einzelne – wie Zugführer Marc-Henning Kommerein berichtete – durchaus in zeitliche Bedrängnis kommen können. So mussten bei einem fünfstündigen Einsatz Teile der Mannschaft ausgetauscht werden, weil diese wieder zur Arbeit eilten oder Kinder zu betreuen waren. 

Zugführer Dirk Sassmann zeigte mit Zahlen auf, dass an jedem Tag der Woche und zu jeder Stunde Hilfe gefragt war, darunter an 66 Tagen in Rodenberg selbst. Neben mehreren Klein- und acht Fahrzeugbränden wurde ein brennender Hof in Feggendorf zur großen Herausforderung. Doch Feuer ist für die Feuerwehr fast schon Nebensache: „Wir mussten beinahe genau so häufig Schadstoffe messen oder deren Ausbreitung verhindern“, betonte Kommerein. Lob gab es von ihm nicht nur für die Kinder- und Jugendabteilung, sondern auch für die Fachgruppen Technische Hilfeleistung, Wettbewerb, Logistik, Absturzsicherung und Dekontamination. Deren Mitglieder engagieren sich jeweils zusätzlich zum laufenden Übungs- und Einsatzbetrieb. 

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Thomas Böhm übte scharfe Kritik an der vorübergehenden Schließung der Landes-Feuerwehrakademie. Die Politiker, die dies entschieden hätten, „sollten mal einen Führungslehrgang besuchen, um zu lernen, wie man Einsätze plant“. Da nickte auch Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote: Den Landesfeuerwehrverband in diese Entscheidung nicht eingebunden zu haben sei „unklug und dumm“ gewesen. Beide begrüßten jedoch den Anlass der Schließung: Das Land musste kurzfristig Flüchtlinge unterbringen. 

Ortsbrandmeister Roland Kramer summierte den Aufwand aller Einsätze auf 2222 Stunden sowie die gesamte Ausbildung auf knapp 5000 Stunden. Für Fahrzeug- und Gerätepflege sowie Umbauten und andere anfallende Arbeiten wurden über 3400 Stunden geleistet. Unter den 781 Mitgliedern gehören Wilhelm Gewecke und Rolf Tegtmeier der Wehr seit 50 Jahren an. nah     

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