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Rodenberg Feuerwehr löscht Brand auf Baustelle
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Feuerwehr löscht Brand auf Baustelle
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00:22 18.10.2018
Nachdem einige Ziegel gelöst wurden, lodern Flammen aus dem Dachstuhl. Quelle: göt
Rodenberg

Gegen 16 Uhr wurden die Einsatzkräfte zum Brandort gerufen. Zusätzlich zur Feuerwehr aus Rodenberg und Algesdorf rückten auch Fahrzeuge aus Apelern und Lauenau sowie die Drehleiter aus Bad Nenndorf an. Die Polizei sperrte die Straße ab, sodass sich schnell Spaliere von Schaulustigen bildeten. Über Rodenberg war eine dunkle Rauchsäule weithin sichtbar.

Mit der Drehleiter bekämpften die Feuerwehrleute die Flammen zunächst von oben, was sich als schwierig erwies. Denn durch die Ziegel drang das Wasser anfangs nicht zu den Flammen durch. Allerdings waren die Höhenrettungseinheiten aus Rodenberg, Rinteln, Bückeburg sowie des THW ebenfalls alarmiert worden. Deren Kräfte begannen alsbald damit, die Ziegel punktuell zu entfernen, damit die Flammen direkt bekämpft werden konnten. Außerdem wurde ein Löschangriff über das Baugerüst und durch die Giebelfenster gestartet.

Die Feuerwehr bekämpft den Dachstuhlbrand per Drehleiter

Vor dem Gebäude hatte die Feuerwehr Probleme mit Passanten, die sich nicht vom aufgespannten Flatterband fernhalten ließen. Ein Straßenbaum fiel der Säge zum Opfer, damit die Drehleiter besser manövrieren konnte.

Unterdessen überprüften Trupps unter Atemschutz, ob sich noch jemand in dem Gebäude befand. Die Bäckerei im selben Komplex war da bereits geschlossen (siehe Kasten). Auch zahlreiche weitere Gewerbetreibende machten vorübergehend Schluss – einerseits weil keine Kunden mehr zu ihnen kamen, andererseits wegen des vielen Qualms. Ein Friseurbetrieb in der Nähe gab seinen Mitarbeiterinnen sogar für den Rest des Tages frei.

Atemschutzgeräte müssen nachgeordert werden

Für die Feuerwehr war der viele Rauch ein großes Problem. Am Ende des Einsatzes waren sämtliche Atemschutzgeräte der hiesigen Kräfte aufgebraucht. Vorsichtshalber war bereits frühzeitig Nachschub geordert worden. Um 16.35 Uhr waren die Flammen gelöscht, der Einsatz aber noch längst nicht beendet, schließlich standen noch die Nachuntersuchungen auf Brandnester und das Entrauchen des Gebäudes auf der Liste. Zur Nachkontrolle waren auch die Hubrettungsbühne aus Stadthagen und die Drohne der Kreisfeuerwehr gerufen worden.

Auch jenseits des Brandorts reihen sich die Einsatzfahrzeuge lang auf.

Einsatzleiter Thomas Böhm war zufrieden mit den Abläufen. Er ging davon aus, dass die Feuerwehr dem Gebäudeeigentümer einiges erspart hat, weil der Schaden verhältnismäßig gering gehalten wurde. Die Sparkasse, die sich bereits auf der Zielgeraden der im Frühjahr begonnenen Sanierung wähnte, trifft der Vorfall zur Unzeit. Um sich ein Bild vom Schaden zu machen, waren Oliver Schiller und Stefan Nottmeier vom Vorstand der Bank zum Brandort geeilt. Die Auswirkungen konnten sie noch nicht beurteilen. Eigentlich sollte die Sanierung Ende 2018 durch sein.

Zur Brandursache konnte die Polizei am Montag ebenfalls noch keine definitive Aussage treffen. Es wird vermutet, dass das Feuer mit den Bauarbeiten zusammenhing. gus

Kundin warnt Verkäuferin

Eine Mitarbeiterin in der Bäckerei, die sich im Erdgeschoss des Gebäudekomplexes befindet, ist von einer Kundin auf den Brand im Dachstuhl aufmerksam gemacht worden. Sie hatte zuvor von dem Feuer nichts bemerkt. Die Kundin riet ihr, schnell das Gebäude zu verlassen, woraufhin die Mitarbeiterin eilig die Einnahmen verstaute und den Laden abschloss. göt