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Flüchtlinge: Gefahr im Verzug

Sicheres Radfahren ist Thema in Rodenberg Flüchtlinge: Gefahr im Verzug

Wie sicher sind Flüchtlinge auf Fahrrädern unterwegs? Und wer bringt ihnen das Radfahren bei? Diese Fragen haben den Rodenberger Ausschuss für Familie, Jugend und Soziales beschäftigt.

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Verkehrserziehung für Flüchtlinge gibt es in der Samtgemeinde Rodenberg nicht.

Quelle: dpa

Rodenberg. Renate Volk (SPD) hatte sich zunächst danach erkundigt, wie die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge, die beim Bauhof angesiedelt ist, angenommen wird. Exakte Zahlen konnte Verwaltungsmitarbeiter Günther Wehrhahn nicht nennen. Es gebe aber nichts Negatives zu berichten. „Wenn das niemand in Anspruch nehmen würde, wäre das schon an ihn herangetragen worden“, war Wehrhahn überzeugt.

Volk wollte darüber hinaus wissen, woher die Fahrräder stammen, die den Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla sagte, es handle sich vor allem um Fundstücke.

Katrin Weigt (Beisitzerin für die CDU) erkundigte sich, ob die Flüchtlinge auch ins Radfahren eingewiesen werden und ob sie die Verkehrsregeln vermittelt bekommen. Die Benutzung der Räder wird Hudalla zufolge grundsätzlich schon erklärt, doch um die Vermittlung der Verkehrsregeln kümmere sich die Stadt nicht.

„Wie gehen wir damit um?“, fragte Christel Oberheide (CDU), die wie Weigt darin eine Gefahr für Leib und Leben sah. Hinzu komme, dass die Flüchtlinge keine Haftpflichtversicherungen haben.

Flüchtlinge auf Fahrrad reagieren unvorhersehbar

Weigt betonte, dass sie häufig Situationen beobachte, in denen Flüchtlinge auf Fahrrädern komplett unvorhersehbar reagierten. Auch die Sozialpädagogen, die sich um die Asylbewerber kümmern, sind nicht dafür zuständig, die Verkehrsregeln zu erklären, wie Klaus Böhm vom Landkreis sagte.

Marlies Berndt-Büschen (FDP) regte an, die Flüchtlingskinder im Zuge der Viertklässler-Verkehrserziehung am Ende des Schuljahres zu unterrichten. Die Veranstaltung diene jedes Jahr dazu, die Grundschüler fit für den Straßenverkehr zu machen. Volk gab zu bedenken, dass dies den erwachsenen Flüchtlingen nicht viel helfe – und diese sind mitunter Vorbilder beim Radfahren für ihre Kinder.

Volk blickte nach Bad Nenndorf, wo eine Privatinitiative Fahrräder repariert und verteilt und Asylbewerbern die Verkehrsregeln vermittelt. Dabei handelt es sich um die Initiative „Fahrräder für Flüchtlinge“ (FAFF).

Wehrhahn sagte, er wolle die diskutierten Aspekte an die geeigneten Stellen, unter anderem an den runden Tisch Flüchtlingshilfe, weitergeben, um von dort gegebenenfalls Lösungsvorschläge zu erhalten. Einen Beschluss fasste das Gremium zu dem Thema aber nicht.

gus

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