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Rodenberg Fusionen: Rat will die Rodenberger befragen
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Fusionen: Rat will die Rodenberger befragen
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00:25 30.03.2018
"Fusion" ist weiterhin ein Begriff, mit dem man in Rodenberg nur wenig anfangen kann. Quelle: Symbolfoto, dpa
Rodenberg

Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla erklärte gegenüber dem Rat, dass ihm die Teilnahme an Vorgesprächen zu kommunalen Fusionen angeboten worden war. Dies habe er abgelehnt, weil er solche Beratungen nicht ohne politisches Mandat seitens des Stadt- oder Samtgemeinderates besuchen wollte. Anschließend war im geheim tagenden Verwaltungsausschuss über Fusionen diskutiert worden. Hudalla zufolge hat sich in diesem Gremium auch niemand für kommunale Veränderungen ausgesprochen.

Dies ficht Erhard Steege (Rodenberger Interessen) nicht an, hielt es aber trotzdem für einen Fehler, auf die Teilnahme an solchen Bürgermeisterrunden zu verzichten. „Was vergeben wir uns?“, fragte Steege. Diese Debatten müssten ja nicht zu einem kommunalen Zusammenschluss führen, aber es gäbe möglicherweise zusätzliche Informationen, die die Samtgemeinde oder auch die Stadt Rodenberg anderweitig nutzen können.

Viel Zustimmung für Hudallas Absage

Das sah Hans-Dieter Brand (SPD) anders. Er sehe keine Veranlassung, Gespräche über Fusionen zu führen. „Zwischen Algesdorf und Rodenberg im Fußball liegen Welten. Zwischen Bad Nenndorf und Rodenberg liegt die B 65“, sagte Brand.
Auch Stephan Lotz (parteilos) lobte Hudalla für seine Absage. Wie Brand deutete er aber an, dass die Politik möglicherweise die Meinung der Bürger zu dem Thema einholen sollte. Schon zuvor hatten Matthias Schellhaus (Grüne/FDP) betont, dass aus der Sicht seiner Gruppe eine Fusion nicht infrage kommt. Kooperationen mit anderen Kommunen wären indes durchaus sinnvoll. Auch Anja Niedenzu (SPD) hatte sich gegen einen Neuzuschnitt der Samtgemeindegrenzen ausgesprochen.

Die Gruppe Rodenberger Interessen hatte den Punkt zuvor in die Öffentlichkeit geholt. Eigentlich war eine nicht öffentliche Diskussion vorgesehen gewesen. Der Rat fasste keinen Beschluss: Der Verwaltungsausschuss hatte Fusionsgespräche zuvor bereits abgelehnt.

Hintergrund des Ganzen sind Pläne von Gemeinden nördlich Stadthagens aber auch Bad Nenndorfs und der Kreisstadt selbst, größere Verbünde zu bilden. gus