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„Galerie 51“: Schluss nach nur drei Jahren

Rodenberg / Gastronomie „Galerie 51“: Schluss nach nur drei Jahren

Nach drei Jahren schließt Reinhard Falke das Café „Galerie 51“ in Rodenberg. Dem Gastronom schlägt eine Welle von Bedauern entgegen. Wie er angibt, seien seine Stammgäste ebenso betrübt wie er selbst darüber, dass er den beliebten Treffpunkt schließen muss. Falke hat vom Besitzer eine Kündigung erhalten und konnte sich mit dem Eigentümer nicht einigen und keine Alternative finden.

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Das Café in dem augenfälligen Rodenberger Fachwerkhaus wird geräumt. © bab

Rodenberg (bab). „Ich bin zu alt dafür, mich jetzt noch 15 Jahre finanziell zu binden“, sagt Falke, dem das Haus zum Kauf angeboten worden ist. Nachdem er Ende vergangenen Jahres die Kündigung erhielt, habe er sogar versucht, Investoren zu finden, die das Fachwerkhaus erwerben, bisher vergeblich.

Mit der „Galerie 51“ geht Rodenberg nicht nur ein gemütliches Café verloren. Falke hatte zusammen mit Buchhändlerin Dagmar Kretschmer auch so etwas wie ein Kulturprogramm etabliert. Autoren, Musiker und andere Kulturschaffende traten in dem Kaffeehaus auf. Auch sozial engagierte sich Falke, der Heiligabend alleinstehende Rodenberger zu sich in die „Galerie“ einlud und verköstigte.

„Ich will Rodenberger bleiben, weil ich mich hier wohlfühle“, kündigt Falke an, der seinerzeit von Lindhorst in die Deisterstadt gezogen war. Er wird das Rodenberger Angebot jetzt aber auf das Galerie-Café in Lindhorst übertragen. Ab Mittwoch, 10. August, werde es dort auch das gleiche Frühstücksangebot geben wie in Rodenberg.

„Ich habe in Rodenberg 70 Prozent auswärtige Gäste gehabt“, überschlägt der Gastronom. Kunden aus Barsinghausen, Eimbeckhausen, Bad Nenndorf und Springe hätten bereits angekündigt, ihm weiter treu zu bleiben und nach Lindhorst kommen. Falke betont, dass alle Gutscheine, die in Rodenberg ausgestellt worden seien, eins zu eins für Lindhorst gelten. Für ein paar angemeldete Feiern wird Falke, dessen Mietvertrag bis November läuft, die Tür noch öffnen und dann nach und nach ausräumen.

Nicht nur „Herzblut“ hatte Falke in das Café gesteckt. Um die Vollkonzession für den Betrieb zu bekommen, habe er aus eigenen Mitteln umgebaut, alle Bauanträge gestellt, sanitäre Anlagen und den Garten hergerichtet und die Brandschutzauflagen selbst umgesetzt. So habe er sogar Geld draufgelegt. Der Eigentümer habe dadurch einen geldwerten Vorteil, weil Falkes eigene Investitionen sich vertraglich nicht niederschlugen. „Das war auch meine eigene Schuld“, bedauert der 62-Jährige. Er hätte sich vertraglich besser absichern müssen, um zumindest den Abschreibungszeitraum zu erreichen. Doch unter den gegebenen Umständen sei die Kündigung wohl rechtens.

„Wenn ich zehn Jahre jünger wäre“, sagt er, würde er das Haus wohl kaufen. Immerhin gebe es noch eine 80 Quadratmeter große Wohnung unterm Dach und einen Einliegerbereich, den er für die Gastronomie hätte ausbauen können. „Am liebsten wäre mir gewesen, ich hätte einen Investor gefunden.“

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