Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
„Gelber Matsch“ sorgt für Ärger

Rodenberger Begräbnisstätte „Gelber Matsch“ sorgt für Ärger

Die Erde des Rodenberger Begräbnisstätte hat Wilfried Engelhardt fast auf die Palme gebracht. Von „gelbem Matsch“ sprach der Ratsherr beim Ausschuss für Friedhofsangelegenheiten. Gemeint war die Erde, die seiner Meinung nach bei 70 Gräbern zum Einsatz kam, um jene aufzufüllen.

Voriger Artikel
Kleiner Brunnen und Museum
Nächster Artikel
Heiner Geißler für humane Weltwirtschaft

Der gelbe Split stößt Wilfried Engelhardt sauer auf.

Quelle: JS

RODENBERG. Erst Ende des vergangenen Jahres habe Engelhardt mit Bürgermeister Ralf Sassmann den Friedhof der Deisterstadt inspiziert und die Missstände registriert. „Da gehört normale Erde auf“, monierte Engelhardt, der außerdem gesehen haben will, dass auf einigen Gräbern „einen halben Meter hoch der Raps“ blüht. Der Senior glaubt, dass Erde vom Neubaugebiet Steinriesen genutzt wurde. Dort wuchs früher Raps.

Ferner bekundete er seinen Unmut über den gelben Split, der einige Gräber beziehungsweise Wege ziert. „Das finde ich schlimm. Die Bürger, die da liegen, haben jahrzehntelang Steuern gezahlt. Ich trage mich mit dem Gedanken, mich nicht in Rodenberg beerdigen zu lassen“, so Engelhardt.

"Kein schöner Anblick"

Der Vorsitzende des Ausschusses, Thorsten Lück, konnte den WGR-Politiker etwas beruhigen und sagte, dass das Gremium wegen derlei Unstimmigkeiten bald eine Begehung aller Ruhestätten durchführen werde (wir berichteten).

Marion Kursch, die bei der Verwaltung für die Friedhöfe zuständig ist, bestätigt, „dass es im vorherigen Jahr wirklich kein schöner Anblick gewesen ist“. Allerdings sei die Zahl der Gräber mit etwa 20, die die Mischerede erhielten, erheblich geringer als von Engelhardt behauptet. Kursch gibt zu, dass auch Sand genutzt wurde, sie kann aber nicht sagen, woher die Erde kam.

Splitt wird einheitlich

„Das macht der Bauhof, aber von Matsch kann man da nicht sprechen“, so Kursch. Nötig ist die Prozedur zum Auffüllen, wenn Gräber einfallen und in sich zusammenrutschen. Auch das genutzte Saatgut sei wohl nicht ganz astrein gewesen, weswegen sich etwas Unkraut gebildet habe. Doch das Gras sei nun „gut angewachsen“.

Im Gegensatz zu der gelben Erde, die Besucher auf den Friedhof mittlerweile vergeblich suchen, fällt der gelbe Kies inmitten des sonst blauen Splits tatsächlich auf. In diesem Fall gelobt die Verwaltung Besserung. „Der Splitt wird einheitlich“, verspricht Kursch. js

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg