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Geld der Bürger nicht hinauswerfen

Rodenberg / Ehrung Geld der Bürger nicht hinauswerfen

Hans-Dieter Brand und Brigitte von Jaminet sind bei einer Mitgliederversammlung für 40 Jahre in der SPD ausgezeichnet worden. Die Ehrung übernahm Stefan Schostok, SPD-Bezirksvorsitzender und Oberbürgermeister-Kandidat in Hannover.

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Brigitte von Jaminet (Zweite von rechts) und Hans-Dieter Brand (Zweiter von links) erhalten Ehrenurkunden von Anja Niedenzu.

Quelle: gus

Rodenberg (gus). Ortsvereinsvorsitzende Anja Niedenzu erinnerte an einige Ereignisse des Eintrittsjahres der beiden „40-Jährigen“: Willy Brandt wurde 1972 beispielsweise zum Bundeskanzler gewählt. Von Jaminet habe bereits mit acht Jahren die „Rundschau“ der SPD ausgetragen „und dafür kassiert“. Es folgten Tätigkeiten bei den Jusos, der Awo und im örtlichen SPD-Verband, wo sie 20 Jahre lang die Kasse hütete. Hinzu kamen zahlreiche Ratsjahre.

Niedenzu hob die lange Zeit hervor, in der Brand den Ortsverband geleitet hatte. „Dieter hat das Bild der SPD in Rodenberg stark geprägt“, sagte die jetzige Vorsitzende. Zehn Jahre lang gehörte er beispielsweise dem Verwaltungsausschuss an, seit 2001 ist er Ratsmitglied der Stadt, derzeit fungiert Brand zudem als stellvertretender Samtgemeindebürgermeister.

Mit Blick auf den Landtagswahlkampf sagte Schostok, die Stimmung in der Partei sei gut, auch wenn die CDU sich zuletzt in den Umfrageergebnissen absetzen konnte. Rot-Grün stelle nach wie vor die Mehrheit in den Erhebungen. Der Bezirksvorsitzende kritisierte den aktuellen „Aktionismus“ der Landesregierung, der die Wähler nicht mehr überzeuge – auch wenn derzeit fleißig Wahlkampfgeschenke von Schwarz-Gelb verteilt würden. Die SPD wolle nicht nur kritisieren, sondern auch sagen, was sie anders machen will.

Uwe Märtens, Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt, bemängelte, dass es in der Rodenberger Politik meist nicht um die Sache sondern Einzel- und Parteiinteressen geht. Er nannte die Bürgermeisterwahl, „Tempo 30“ und den Seniorentreff als Beispiele. Für den Seniorentreff favorisiere die SPD die kleine Turnhalle, die CDU „oder Herr Steege“ sei hingegen für das Haus Rinne. Anstatt auch den SPD-Vorschlag fachlich prüfen zu lassen, sei dieser von der Mehrheit abgebügelt worden. Märtens warnte davor, Geld der Bürger zum Fenster hinauszuwerfen, weil die CDU-Lösung aus Sicht der SPD zu teuer wird.

Brand berichtete von CDU-Kritik auf Samtgemeindeebene bezüglich der DSL-Versorgung. Es sei fraglich, ob es die Aufgabe der Samtgemeinde ist, das finanzielle Restrisiko der Telekom zu übernehmen. Es gebe leider eine atmosphärische Änderung in der Samtgemeinde-Politik, dort gehe es nicht mehr um Ideen sondern ums Durchsetzen. Brand glaubt, dass dieser neue Stil für den Rücktritt des CDU/WGR-Fraktionssprechers, Udo Meyer, (wir berichteten) verantwortlich war.

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