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Gemeinde sucht Pastor

SELK ist seit August 2014 ohne geistliches Oberhaupt Gemeinde sucht Pastor

Das Nachwuchsproblem in den Kirchen Deutschlands macht auch vor der St.-Johannes-Gemeinde Rodenberg nicht Halt. Bereits seit August 2014 sucht der Ableger der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) einen neuen Pastor.

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In der St.-Johannes-Kirche predigt derzeit der Vakanzpastor
Gottfried Heyn.

Quelle: gus

RODENBERG. . Seitdem der alte Priester in den Ruhestand gegangen ist, leitet Vakanzpastor Gottfried Heyn die Gemeinde. „Es ist mittlerweile normal, dass die Suche nach einem Nachfolger etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt“, sagt der Hannoveraner. Es gebe zwar Ausnahmen in der SELK, aber mitunter dauere es bis zu drei Jahren, ehe ein neuer Pastor gefunden wird.
Bis es in Rodenberg soweit ist, kümmert sich Heyn – neben seiner eigenen Glaubensgemeinschaft in Hannover – um die etwa 280 Gemeindemitglieder in der Deisterstadt, wo er immer dienstags im Pfarrbüro weilt. „Natürlich ist da eine Mehrbelastung da. Aber für so einen Fall gibt es eine Prioritätenliste“ so Heyn. Am wichtigsten sei es, dass das „gottesdienstliche Leben“ aufrecht erhalten bleibt und jeden Sonntag eine Messe stattfinde. Ist Heyn verhindert, übernehmen etwa Kollegen aus dem Ruhestand – oder Lektoren aus der Gemeinde halten einen Lesegottesdienst. „Das hat bisher gut geklappt“, berichtet Heyn. Es sei schade, dass er nicht oft den Gemeindekreisen beiwohnen könne. „Doch die Gemeinschaft ist sehr gut aufgestellt und sehr lebendig“, versichert der Pastor.
Das mache Heyn auch optimistisch, bald einen Nachfolger für Rodenberg zu finden. Finanziell trage sich die SELK Rodenberg allein, auch sonst finde der neue Pastor „ideale Bedingungen“. Mit 280 sei die Zahl an Mitgliedern für SELK-Verhältnisse groß und in einer Größenordnung, „mit der man gut arbeiten kann“. Auch das Umfeld sowie die Lage der Stadt und das Pfarrhaus samt Garten wissen zu überzeugen. Insofern geht Heyn davon aus, dass die SELK Rodenberg erhalten bleibt und es auch langfristig noch drei Kirchengemeinden geben wird: St. Jacobi, Mariä Himmelfahrt und St. Johannes.
Doch auch Heyn weiß, „dass man mit der dünnen Personaldecke wohl noch eine Weile leben muss“. Zehn Jahre dauert die Ausbildung zum Pastor etwa, und die SELK zählt deutschlandweit „nur“ etwa 35 000 Mitglieder. Deswegen müssen nach Meinung des Gottesmannes die Strukturen der Kirche reformiert werden.
Heyn hält es für möglich, dass sich künftig mehrere Gemeinden einen Pastor teilen beziehungsweise die Pfarrbereiche vergrößert werden. „Aber dafür müssen erst noch viele Gespräche geführt werden“, so der Pastor. Er hoffe, dass die Kirche in ein bis drei Jahren zu einem Ergebnis kommen wird. js

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