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Große Resonanz auf Schülerprojekt

Rodenberg / Computerkurs Große Resonanz auf Schülerprojekt

Mit der „überwältigenden Resonanz“ hätte Lehrer Jochen Göhler-Jetschmann nicht gerechnet. Zusammen mit seinen Stadtschülern aus dem Wahlpflichtkurs Informatik hatte er Ende Februar einen Computer-Schnupperkurs für die Zielgruppe Erwachsene und besonders Senioren angeboten.

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Konzentriert sitzen die Lern-Paare in der Stadtschule vor den Computern.

Quelle: bab

Rodenberg (bab). Dieser sollte Auftakt zu einem ganzen Kurs sein, in dem die Schüler ihren externen Besuchern mit individueller Hilfe bei deren Computerproblemen und -fragen helfen. Rund 40 Interessierte waren zur Einführungsveranstaltung gekommen, wie Göhler-Jetschmann berichtet. Er habe sogar die Gäste teilen und noch eine Gruppe Schüler für das Projekt einspannen müssen.

 Auch nach vier Wochen findet sich am Montagstermin rund ein Dutzend Lernwillige ein. Das Konzept: Jeder Erwachsene wird von einem Schüler betreut, der in diesem Fall die Lehrerrolle übernimmt und dabei selbst etwas lernt. „Ich wiederhole ja alles noch mal“, begründet Jasmin aus der Klasse 10R3, dass ihr der Kurs auch etwas bringt. Hier werden Schüler zu Nachhilfelehrern. „Manchmal sind es nur ganz einfache Handgriffe“, sagt Göhler-Jetschmann über die Fragen, die die Erwachsenen seinen Schützlingen stellen.

 Zügig nach Beginn der Stunde sitzen die Paare im Gespräch vertieft vor dem Bildschirm und tauchen in die Feinheiten der Programme ein. Ob Foto-, Musik- oder Textdateien, ihre Fragen stellen die älteren Teilnehmer ihren individuellen Ansprechpartnern.

 „Es macht immer Spaß, von Schülern etwas zu lernen“, sagt Jürgen Diessner aus Stadthagen, der für die Eins-zu-eins-Nachhilfe extra aus der Kreisstadt nach Rodenberg kommt. „Sie gehen damit anders um als ein VHS-Lehrer“, meint Diessner. Renate Kirchhoff aus Bad Nenndorf sind die Volkshochschulkurse in Stadthagen oder anderswo ohnehin zu weit weg. Deshalb nimmt die 73-Jährige am Kurs der Rodenberger Schule teil.

 Die Teilnehmer zahlen pro Stunde einen Obolus. Das gesamte Projekt wird demnächst auch in eine genossenschaftliche Schülerfirma eingebunden. Dazu müsse eine Gründerveranstaltung einberufen werden, eine Satzung erarbeitet, ein Vorstand und ein Aufsichtsrat konstituiert, erklärt der Lehrer.

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