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Rodenberg Grüne fordern IGS-Oberstufe
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Grüne fordern IGS-Oberstufe
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00:16 27.03.2016
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Rodenberg

Inhaltlich begründen die Politiker ihren Vorstoß vor allem mit Zahlen und logistischen Argumenten. Zu entscheiden hat über den Oberstufenstandort allerdings der Kreistag, nicht der Samtgemeinderat Rodenberg.

 Der Antrag ist somit eher als symbolischer Akt zu begreifen, der der Diskussion mehr Schwung verleihen soll. Denn Grünen-Sprecher Karsten Dohmeyer beruft sich eingangs auf eine Willensbekundung des Samtgemeinderates aus dem Jahr 2013. Auf Antrag des SPD-Politikers Hans-Dieter Brand hatte sich das Gremium seinerzeit geschlossen für die Einführung einer IGS-Oberstufe in Rodenberg zum Sommer 2015 ausgesprochen.

 Bereits damals, als die IGS erst bis zur 8. Klasse gewachsen war, trieb die Politiker die Frage um, wohin ab 2015 die ersten Zehntklässler mit ihren IGS-Abschlüssen gehen sollen, wenn sie das Abitur anstreben. Mittlerweile liegen Zahlen vor, die in Dohmeyers Augen Argumente pro Rodenberg sind. Derzeit platzt die einzige IGS-Oberstufe des Landkreises in Stadthagen aus allen Nähten.

 Das größte Kontingent (54 Schüler), das dort im Sommer 2015 angemeldet wurde, stammte von der IGS Rodenberg. Die Zahl der Abschlüsse in der Deisterstadt, die zum Oberstufenbesuch qualifizierten, sei sogar noch größer gewesen.

 Des Weiteren verweist die Ratsgruppe auf die finanziellen und zeitlichen Nachteile, die der Bustransport den hiesigen Schülern einbrockt. Dabei seien die Samtgemeinden Rodenberg und Nenndorf die Wachstumsregionen des Landkreises. „Schulen gehören an die Standorte, wo die Menschen wohnen“, heißt es im Antrag.

 Und weiter: „Wir haben hier eine Schule mit einem guten Konzept und Ruf. Sie möchte sich erweitern und vertritt dies seit Jahren deutlich mit der Elternschaft, der Samtgemeindepolitik und den Bürgern. Die Kreispolitik hat sich bislang diesem starken Willensausdruck aus Rodenberg versagt, die Schuldezernentin wartet ab.“

 Daher sei es geboten, zu agieren. Sonst müssten „motivierte Jugendliche“ quer durch den Landkreis gekarrt werden oder würden gar an Schulen in Nachbarkommunen ausweichen. Vor diesem Szenario war auch bei einer Informationsveranstaltung der Wählerinitiative WIR in Rodenberg gewarnt worden (wir berichteten).

gus

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