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Rodenberg Grünen-Ziele für die Wahl
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Grünen-Ziele für die Wahl
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00:15 15.08.2016
Matthias Schellhaus (von links), Martin Bühre und Gerhard Hurek. Quelle: gus
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Rodenberg

Und deshalb haben sie sich als Berater den Apelerner Gerhard Hurek ins Boot geholt. Auf dessen fundierter Kenntnis basiert ein Plan fürs Wäschehaus, wonach im oberen Bereich ein Informationszentrum Rodenberger Aue entstehen soll. Dies würde sich gut mit einer Gastronomie im Erdgeschoss und einem Seminarraum ebenfalls im Obergeschoss vertragen.
Ziel ist es, die besondere Bedeutung der Aue für die Stadt als prägendes Landschaftselement, Lebensraum und Wassertransporteur darzustellen. Rodenberg sei der einzige Ort, der im Kern von der Aue durchflossen werde. Daher passe das Informationszentrum ideal dorthin. Auch Schulklassen könnten den Seminarraum nutzen und beispielsweise Experimente zum Thema Wasser machen.
In der Stadtpolitik möchten die Grünen grundsätzlich für mehr Transparenz sorgen, um Strippenziehern das Leben schwerer zu machen. Alle Ausschüsse gehören abgeschafft, vor allem der nicht öffentliche Verwaltungsausschuss. Nahezu sämtliche Themen könnten auch im Rat behandelt werden, und wenn es um vertrauliche Dinge gehe, könne dies noch immer in den nicht öffentlichen Teil einer Ratssitzung gesteckt werden.
Hinsichtlich der Finanzen sind die Grünen vorsichtig. Die Stadt solle nur ausgeben, was sie über Einnahmen finanzieren kann. Projekte sollten lieber warten, ehe Schulden aufzunehmen sind. Auch ein Sabbatjahr ganz ohne Investitionen sei denkbar.
In Rodenberg fehlen nach Schellhaus‘ Einschätzung bezahlbare Mietwohnungen. Die Stadt solle eingreifen und leer stehende Gebäude sanieren und entsprechend umbauen. Ferner möchten die Grünen der Deisterstadt gern ein Leitbild verpassen, in dem die Zielsetzungen für die Entwicklung des Ortes festgehalten werden. Eines der eigenen Ziele lautet: Tempo 30 für alle Wohngebiete.
Den Bereich Umweltschutz lassen Schellhaus und Bühre auch nicht zu kurz kommen. Bühre möchte sich für ein besser ausgeschildertes Radwegenetz einsetzen und für eine Ladestation für E-Bikes – möglicherweise direkt am sanierten Wäschehaus.
Darüber hinaus ist dem Duo wichtig, den Landschaftsplan fortzuschreiben und die Ausgleichsflächen für Eingriffe in die Natur in den Flächennutzungsplan der Samtgemeinde einzutragen. Wenn umfangreich gebaut werde, müsse auch ein ökologischer Ausgleich geschaffen werden.

gus

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