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Grünes Licht für Flüchtlingsheim in Pohle

Rat entscheidet sich für die Unterbringung Grünes Licht für Flüchtlingsheim in Pohle

Für das vom Landkreis geplante Flüchtlingsheim bei Lauenau hat der Gemeinderat Pohle am Donnerstagabend sein Einverständnis erklärt. Eine andere Wahl hatten die Politiker gar nicht. Eine Diskussion entwickelte sich trotzdem.

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Pohle. Zur Debatte hatte gestanden, dass die Gemeinde sich mit einer Befreiung von Bestimmungen des Bebauungsplans In der Masch einverstanden erklärt und so den Weg für die Unterkunft mit bis zu 42 Plätzen in dem Gewerbegebiet ebnet. Erster Kreisrat Klaus Heimann warb für das auf 60 Monate befristete Vorhaben, indem er auf die sprunghaft gestiegenen Flüchtlingszahlen hinwies. Eigentlich strebe der Landkreis eine dezentrale Unterbringung an.

Im Unterschied zur Flüchtlingswelle in den achtziger und neunziger Jahren seien jetzt weniger Probleme aufgetreten. Dies führte Heimann auf die zusätzliche Einstellung von Sozialarbeitern zurück. Doch im Herbst seien dem Kreis die Unterkünfte ausgegangen, es seien Faltbetten für Notfälle angeschafft worden. Ein solcher Engpass soll nicht wiederkehren, daher die Pläne für das Pohler Gewerbegebiet. Es handle sich um eine Bauvoranfrage, der Kreis wolle die Option für eine Notlage in der Hinterhand haben.

Gabi Paul (CDU) erkundigte sich, wie schnell eine solche Unterkunft entstehen könnte. Heimann sagte, dass in Hannover eine Lieferzeit von einem Dreivierteljahr für die Containerelemente besteht. Jörg Döpke, Mitarbeiter der Rodenberger Verwaltung, lobte das Landkreismodell der Unterbringung. Es gebe auch Landkreise, in denen Gemeinden Flüchtlinge direkt zugewiesen bekommen und dann „im Spritzenhaus“ einquartieren müssen. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla pflichtete bei: „Wir werden das Thema nicht von uns fernhalten können.“ Die Grundlinie des Landkreises unterstützte auch er.

Reiner Helbig (SPD) räumte ein, das Thema sei angesichts der Bilder vom Mittelmeer brisant. Ralf Wilkening (SPD) fragte: „Haben wir überhaupt die Chance, Nein zu sagen?“ Heimann erläuterte, dass die Gemeinde nur unter bestimmten Voraussetzungen das Einvernehmen verweigern könnte. Eine Begründung dürfte indes schwerfallen.

Reinhard Weber, Eigentümer eines Nachbargrundstücks, fragte, ob es zutrifft, dass es einen Kaufinteressenten für das Areal, auf dem das Flüchtlingsheim stehen soll, existiert. Dies bestätigte Kreisbaudezernent Fritz Klebe. Dessen Interessen könnten aber auch dann gewahrt werden, sollte der Kreis sein Heim bauen. Weber und Wilkening fanden den Standort nicht optimal. Klebe hielt dagegen: Der Fußweg in den Ortskern dauere 15 Minuten. Heimann ergänzte: Einen optimalen Standort gebe es nicht.

gus

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