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Rodenberg Hamburger können Grundstück kaufen
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Hamburger können Grundstück kaufen
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13:06 29.06.2018
Das ehemalige Hotel Stockholm soll einem Wohnpark weichen. Quelle: Archiv
Rodenberg

Der Rat entschied in nicht öffentlicher Sitzung, ein Verkaufsangebot an den Interessenten abzugeben. Zuvor war das erste Auslegungsverfahren des Bebauungsplans auf den Weg gebracht worden.

Entsprechende Informationen bestätigte Stadtdirektor Georg Hudalla auf Anfrage dieser Zeitung. Dieser sagte aber auch, dass noch immer nichts in Stein gemeißelt ist und dass im Verfahren Änderungen denkbar sind. Bei der ersten Präsentation des Wohnparks auf dem Stockholm-Gelände hatten Zuhörer dessen Höhe kritisiert. Auch fehlende Parkplätze und ein Überangebot an Pflegeplätzen wurden moniert.

Investor muss bis April seine Unterschrift auf die Papiere setzen

Das Verkaufsangebot an den Investor sieht Kosten vor, die sich im Bereich dessen bewegen, was die Stadt der einstigen Eigentümerfamilie gezahlt hat. „Wir wollen daran nichts verdienen, aber wir wollen auch nichts drauflegen“, sagte Hudalla. Das Planungsbüro „Klindtworth& Klindtworth“ hat nun noch bis Ende April 2019 Zeit, das Angebot anzunehmen oder es auszuschlagen.

In diesem Zeitraum will die Stadt Baurecht und somit Planungssicherheit schaffen. Soll heißen: Der speziell auf dieses Vorhaben bezogene Bebauungsplan soll genehmigt werden. Denn von dem Hamburger Investor könne schließlich nicht erwartet werden, dass er eine Immobilie samt Grundstück kauft, ohne zu wissen, ob er später dort auch seine Pläne umsetzen kann.

Saalbetrieb und Restaurant geplant

Ob alle Details so kommen, wie sie vor knapp einem Jahr vorgestellt wurden, werde das öffentliche Verfahren zeigen. Abgesehen von Seniorenwohnungen und einer Tagespflege sind auch ein Saalbetrieb und ein Restaurant geplant, die Bürgern ebenso wie Vereinen für Veranstaltungen zur Verfügung stehen sollen. „Wir wollten, dass die Leute weiter einen Punkt haben, an dem sie sich treffen können“, so Hudalla.

Hinsichtlich der Tagespflege sieht der Stadtdirektor keine Veranlassung für die Stadt, dieses Angebot zu verhindern. Der Investor müsse dies selbst abwägen. Derzeit betreibt der ASB eine Tagespflege, das DRK baut solch eine Einrichtung.

DRK-Konzept wurde abgelehnt

Der DRK-Kreisverband hatte zwischenzeitlich auch ein Stockholm-Konzept vorgelegt, um dort Seniorenwohnungen einzurichten. Einen Bedarf für weitere Tagespflegeplätze sieht das Rote Kreuz nicht. Das Konzept wurde von der Politik aber abgelehnt.

Die erste öffentliche Auslegungsrunde können auch Rodenberger Bürger nutzen, um Stellungnahmen zu dem Wohnpark abzugeben. Dies kann zu Änderungen führen, Hudalla glaubt aber nicht, dass das gesamte Projekt kippt. „Wir können derzeit keine Hemmnisse erkennen“, sagte der Verwaltungschef. Die Stadt habe letztlich die Planungshoheit, auch wenn der Landkreis den Bebauungsplan ebenfalls abnicken muss. gus