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Hauptstadt der Nachwuchsarbeit

Jugenddienst des Kirchenkreises in Rodenberg Hauptstadt der Nachwuchsarbeit

Die Stadt Rodenberg ist nicht nur Verwaltungssitz der Samtgemeinde, sie ist gewissermaßen auch eine Hauptstadt: Die Hauptstadt der Jugendarbeit des Kirchenkreises Grafschaft Schaumburg, denn dessen Jugenddienst hat sein Domizil an der Grover Straße. Die Kreisjugendwarte sind Martina Brose und Jens Giesecke.

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Sie nehmen den Bus: Martina Brose und Jens Giesecke starten ihre Dienstfahrten am Rodenberger Kantorhaus.

Quelle: gus

RODENBERG. Im äußerlich verschlafen wirkenden Kantorhaus neben der St. Jacobikirche verrichten Brose und Giesecke ihren Dienst. Dass dem Kirchenkreis die Jugendarbeit gleich zwei hauptamtliche Kräfte wert ist und dass diese in Rodenberg ihr Büro haben, hängt eng mit Diakonin Brose zusammen.

Als die Religionspädagogin 1994 in Rodenberg anfing, war sie zunächst für Eltern-Kind-Arbeit, Jugendarbeit und Konfirmandenarbeit zuständig. Ende der neunziger Jahre, strich der Kirchenkreis die Stellen allgemein zusammen, wovon auch Brose betroffen war. Zu einem Drittel wurde sie daher als Diakonin auch der Kirchengemeinde in Bad Nenndorf zugeordnet. So kam es übrigens, dass die Kinderbibeltage für einige Jahre nach Bad Nenndorf verlegt wurden.

Aus der Diakonin wird eine Jugendwartin

2005 geriet auch dieses Konstrukt ins Wanken, allerdings machte der Kirchenkreis Brose da zur Kreisjugendwartin. Zwar nur auf einer Dreiviertelstelle, doch sie blieb zu einem Viertel Diakonin der Rodenberger Kirchengemeinde. So kam der Evangelische Jugenddienst (EJD) aus Rinteln nach Rodenberg. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch das als Sitz verfügbare Kantorhaus.

Der Kirchenkreis erkannte bald die Bedeutung der Nachwuchsarbeit und stellte Brose eine zweite Kraft zur Seite, wobei es sich um eine Art Praktikumsplatz für angehende Diakone – eine Berufsförderungsstelle – handelte. Nach drei Jahren beschloss der Kirchenkreis sogar, daraus eine feste volle Stelle zu machen. So entstand das heutige Gebilde.

Bis September 2015 war Carina Sittig die Zweite im Bunde, wechselte dann aber in die Erwachsenenbildung. Im vergangenen Februar trat Giesecke ihre Nachfolge an. Und streng nach dem Personalschlüssel ist dieser wiederum die Erste Kraft, da er die volle Stelle bekleidet, während Brose nach wie vor zu einem Viertel Diakonin für Rodenberg ist.

Doch die Hierarchie ist beiden schnuppe. Sie teilen sich die Arbeit inhaltlich. Giesecke begleitet im Schwerpunkt Projekte, bei denen mehrere Kirchengemeinden innerhalb der vier Regionen – Rinteln, Wesertal, Auetal, Nord – zusammenwirken. Beispielsweise die Wesertaljugendnacht am 29. Oktober. Brose legt ihren Fokus auf den Jugendverband, sprich: die Gremienarbeit. Die Freizeiten splitten sie auch, Giesecke reist zur Jugendfreizeit, Brose zur Kinderfreizeit mit.

Potenziale der Jugendlichen entdecken

Zwar müssen beide auch viel Büroarbeit leisten, doch im Gespräch wird schnell deutlich, wie viel ihnen am Umgang mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen liegt. Da wären die Teamer, die zwischen 16 und 21 Jahre alt sind und bei Freizeiten, aber auch örtlichen Aktionen, helfen. Es handle sich nicht um Helfer, sondern um inhaltliche Mitarbeiter, betonen die Jugendwarte. „Sie tragen zur Qualität unserer Veranstaltungen bei“, sagt Giesecke.

Der Religionspädagoge, der auch eine Ausbildung zum Sozialpädagogen abgeschlossen hat, sieht in der Abwechslung den größten Reiz seines Jobs. Jeder Tag sei anders. Bei Ausflügen und Freizeiten ist zum Teil sogar handwerkliches Geschick geplant, wenn beispielsweise ein Zeltcamp auf freiem Feld zu errichten ist.

Brose wiederum genießt vor allem die Arbeit in der Gemeinschaft. Außerdem ist sie fasziniert davon zu entdecken, welche Fähigkeiten in manchen Jugendlichen stecken. Und davon, diese Potenziale zu wecken.

Neues ist für 2017 auch geplant: Eine Wochenendtour nach Kopenhagen. Es handle sich um den Versuch, auch Jugendlichen ab 16 Jahren aufwärts ein Angebot zu machen. Einmalig wird anlässlich des Lutherjahres eine Reise zum Konfirmandencamp in Wittenberg. gus

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Keiner wird bevorzugt

Seinen Sitz hat der EJD zwar in Rodenberg. Dies bedeutet aber nicht, dass die Deisterstadt von den Kreisjugendwarten bevorzugt wird. Martina Brose und Jens Giesecke betreuen alle Teile ihres Zuständigkeitsgebiets. Streng genommen hat der EJD also keine besonderen Verbindungen zu St. Jacobi.

Als Transportmittel steht dem EJD seit einigen Jahren ein mit Spenden gekaufter Transporter zur Verfügung. Dessen Präsenz vor dem Kantorhaus ist abgesehen vom Klingelschild das einzige äußerliche Zeichen das EJD-Sitzes. Allerdings bietet das Haus auch Platz für Angebote der Rodenberger Kirchengemeinde – Jugendgruppe, Kindergottesdienst und Videotreff. Doch schließlich ist Brose ja auch Rodenberger Diakonin. gus

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