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Rodenberg Hudalla: Demokratie soll begeistern
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Hudalla: Demokratie soll begeistern
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16:43 24.09.2015
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Rodenberg

Hudalla ist überzeugt, dass es nur mit Persönlichkeiten gelingt, bei jungen Menschen Begeisterung oder zumindest doch Interesse an Politik zu wecken. Dies macht er an zwei Beispielen fest. Zum einen hat ein Wahlkampfauftritt des jetzigen CDU-Bundestagsabgeordneten Maik Beermann in Hudallas Garten vor zwei Jahren genügt, um Nachbarn und Familienmitglieder für den Nienburger zu vereinnahmen. Noch heute frage ein Nachbar regelmäßig nach Neuigkeiten über den CDU-Mann. Und seine Tochter hat den Verwaltungschef sogar schon zu Beermann nach Berlin begleitet.

Das zweite Beispiel ist eine alte Weggefährtin aus Bankerzeiten, die mittlerweile auch im Bundestag sitzt: Ute Bertram, CDU-Politikerin aus Hildesheim. Hudalla selbst verfolgt deren Arbeit umso genauer, weil er um die gemeinsame Zeit an der Börse weiß. Dieser Mechanismus dürfte auch bei anderen funktionieren, schätzt der Samtgemeindebürgermeister.

Nur kennt eben nicht jeder gleich zwei Bundestagsmitglieder persönlich. Dass er zwei CDU-Politiker als Beispiele anführt, liege an seiner inhaltlichen Nähe zu den Christdemokraten, wobei Hudalla kein Parteimitglied ist. Doch er betont, dass der Versuch, Jugendliche für Politik zu begeistern, nicht parteipolitisch gefärbt sein darf.

Wie es in der Samtgemeinde Rodenberg gelingen kann, ein geeignetes Projekt auf die Beine zu stellen, da ist sich Hudalla noch unsicher, will das Thema aber weiter verfolgen. Den Vorschlag, politische Sitzungen in Schulen zu verlegen, hält er für interessant. Dann könnten Schüler die Themen im Unterricht vor- oder nachbereiten.

Hintergrund für Hudallas Gedanken ist die Befürchtung, dass junge Menschen die Demokratie allzu leichtfertig als selbstverständlich, als „Mitnahme-Produkt“ begreifen. Dabei sei die Staatsform ein wichtiges Gut. Politische Bildung sei daher unerlässlich. gus

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