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Informationsabend zum Thema Flüchtlinge

„Da sind wir gefragt“ Informationsabend zum Thema Flüchtlinge

Auf großes Interesse ist der Informationsabend der Samtgemeinde Rodenberg zum Thema Flüchtlinge gestoßen.

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Acht Vertreter von Landkreis, Samtgemeinde, Awo, Polizei und der Kleiderkammer in Lauenau informieren die Bürger über die aktuelle Situation.

Quelle: kle

Rodenberg/Apelern. Mehr als 150 Bürger waren der Einladung der Verwaltung in den „Alten Friederich“ nach Apelern gefolgt, wo Vertreter von Ämtern, Polizei, Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Ehrenamtlichen einen Einblick über ihre Aufgaben und die aktuelle Situation gaben. Die Besucher nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Rückfragen.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Samtgemeinde Rodenberg innerhalb kürzester Zeit 60 neue Flüchtlinge aufnehmen muss (wir berichteten). Trotzdem blieb die Veranstaltung sehr ruhig, die Beiträge waren fast ausschließlich konstruktiv. Gerade diejenigen, die sich in der Samtgemeinde bereits ehrenamtlich einbringen, nutzten die große Zusammenkunft, um sich untereinander auszutauschen und ein Netzwerk aufzubauen. Denn es gebe bereits so viele Engagierte, merkte eine Zuhörerin an, nur wüssten diese oft gar nichts voneinander.

Gerade dieses Engagement war es, das die Redner immer wieder lobend hervorhoben und zu dem sie deutlich aufriefen. Momentan sei alles noch in der Entwicklung, erklärte Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla. Das werde sich einspielen, „aber das geht nicht über Nacht“. Gerade deshalb seien die Bürger gefragt, weil nur diese erkennen könnten, wo die individuellen Probleme und Bedürfnisse vor Ort bestehen. Sie wüssten, wo braucht es noch Hilfe, Sportangebote, dieses oder jenes. Von einem zentralen Standort wie dem Rathaus aus lasse sich das gar nicht ermitteln.

Die Redner machten keinen Hehl daraus, dass es sich bei dieser Sache um eine Mammutaufgabe handelt, die nur in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zu lösen sei. In Schaumburg sind beispielsweise die Kommunen für die Unterbringung der Asylbewerber zuständig, der Landkreis für die übrige Organisation, die Awo für deren Betreuung. In der Samtgemeinde „mieten wir derzeit alles an, was wir kriegen können“, erklärte Sven Janisch vom Amt für Liegenschaften. Vermeiden wolle man in jedem Fall das Belegen von öffentlichen Einrichtungen wie Turnhallen. Zudem bemühen sich die Sozialarbeiter der Awo, die Ehrenamtler vor Ort zu unterstützen. Es gebe zahlreiche Möglichkeiten, sich einzubringen, erklärte Stephan Hartmann von der Awo Schaumburg, von kleineren Aktionen bis hin zu einer kompletten „Patenschaft“.

Den Befürchtungen mancher, mit den Flüchtlingen käme gleichsam das Verbrechen in die Orte, begegnete Michael-Andreas Meier, Leiter des Polizeikommissariats Nenndorf, mit Erfahrungswerten. Er konnte seit Einsetzen des Flüchtlingsstroms in seinem Zuständigkeitsbereich keinen Anstieg der Verbrechensrate feststellen. Gerade an Orten mit dezentraler Unterbringung wie in Schaumburg seien die Situationen von vornherein ohnehin entspannter. Ihm bekannte Delikte aus Flüchtlingskreisen beschränkten sich eher auf kleinere Diebstähle, Gewalttaten seien sehr selten.

Auf den Einwand eines Zuhörers, was „die Samtgemeinde“ zur Vermittlung von heimischen Werten und Kultur bei den Flüchtlingen beitrage, entgegnete eine andere Zuhörerin: „Wir sind doch die Samtgemeinde.“ Wertevermittlung und derlei könne man nicht einfach dem Hauptamt überlassen, ergänzte eine andere. „Da sind wir gefragt, da sind die Sportvereine gefragt.“ Integration funktioniere nur über den direkten Kontakt miteinander. kle

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