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Interessent fürs Badehaus

Rodenberg / Konzeptvorlage erbeten Interessent fürs Badehaus

Für das ehemalige Waschhaus am Kleinen Brunnen in Rodenberg gibt es einen Kaufinteressenten. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigten die Stadt Rodenberg und die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises auf Anfrage.

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Das alte Badehaus am Rodenberger Brunnen steht seit geraumer Zeit leer und ist sanierungsbedürftig. Ein Privatmann will es nun kaufen.

Quelle: gus

Von Guido Scholl

Rodenberg. Ein Privatmann möchte die denkmalgeschützte Immobilie erwerben und hat sich deshalb mit der Stadt in Verbindung gesetzt. Deren Verwaltungschef, Uwe Heilmann, erklärte, dass es noch zu früh für detaillierte Aussagen dazu ist. Doch er sehe die Sache „auf einem guten Weg“. Die Stadt ist momentan Eigentümer des mit Schieferplatten eingedeckten Gebäudes.

Der Interessent will Heilmann zufolge ein Konzept dazu vorlegen, was er mit der Immobilie vorhat. Das Ansinnen des Privatmannes wirke seriös. „Wir gehen damit behutsam um“, betont Heilmann. Einerseits wegen des Denkmalschutzes, aber auch, weil es sich um einen Eingangsbereich der Stadt handle. Sollte das Haus verkauft werden, müsse das Sanierungskonzept auch ins Bild passen. Und sich mit dem Ergebnis der derzeitigen Brunnen-Sanierung vertragen.

Auch mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Schaumburg hat der Kaufinteressent bereits Kontakt aufgenommen. Dort hält man sich mit Aussagen zu etwaigen Auflagen allerdings bedeckt, weil die Kaufverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Warum das äußerlich derzeit eher unansehnliche Badehaus unter Denkmalschutz steht, hat der Landkreis trotz mehrfacher Anfrage nicht mitgeteilt.

Das ehemalige Badehaus ist eines der Relikte des einstigen Kurbetriebs in Rodenberg. Denn die Heilquelle unterhalb des Brunnens direkt davor lockte einst Gäste in die Deisterstadt, die dort ein Leiden kurieren wollten. Errichtet wurde das Waschhaus im Jahr 1893. Die Quelle war bereits 1718 entdeckt worden. Das achteckige Brunnenhaus stammt aus dem Jahr 1768.

Das Fachwerkhaus ist mit Schieferplatten eingedeckt, lediglich einige hölzerne Balken-Enden zeugen von der eigentlichen Bausubstanz. Eine Zeit lang war das Haus als Unterkunft für Asylsuchende genutzt worden, doch der Verfall des Interieurs hatte diese Art der Verwendung nicht mehr zugelassen. Ein Abriss ist wegen des Denkmalschutzes nicht erlaubt.

Die Bausubstanz des gesamten Konstrukts soll nach wie vor gut sein, sagen Fachleute.

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