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Camping im Gewerbegebiet

Investor möchte Wohnmobilstellplatz einrichten Camping im Gewerbegebiet

Die Stadt Rodenberg erhält unverhoffte Unterstützung bei dem Vorhaben, einen Wohnmobilstellplatz einzurichten. Ein privater Investor möchte ein solches Areal im Gewerbegebiet Seefeld ausweisen und selbst betreiben.

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An der Gottlieb-Daimler-Straße könnten bald Camper Rast machen.

Quelle: gus

Rodenberg. Zielgebiet des Investors, dessen Name nicht verraten wurde, ist das Grundstück Gottlieb-Daimler-Straße 11a. Dort befindet sich derzeit eine noch unbebaute Fläche zwischen zwei gewerblich genutzten Objekten. Nach Angaben von Baufachbereichsleiter Jörg Döpke umfasst das Investitionsvolumen bis zu 200000 Euro. Die Stadt muss zur Realisierung des Vorhabens nicht mehr tun, als den Bebauungsplan für den Bereich Ackersbach ändern. Bis zu neun Camper würden auf dem Areal gleichzeitig Platz finden, wenn die dem Rathaus vorgelegten Pläne umgesetzt werden.

Stadt müsste die Planänderung beschließen

Döpke begrüßte die Initiative. „Ich glaube, der Betreiber weiß, was er da macht“, sagte der Rathaus-Mitarbeiter. Mit dem Aufstellungsbeschluss für die nötige Änderung am Bebauungsplan würde die Stadt den ersten Schritt zur Realisierung ermöglichen. Es folgt ein öffentliches Beteiligungsverfahren, an deren Ende der Rat der Stadt die Planänderung beschließen müsste. Der Bauausschuss hat in dieser Woche bereits grünes Licht gegeben. Dieter Leistikow erkundigte sich, wer die Kosten des Verfahrens trägt. Döpke erwiderte: Die Stadt könne dies übernehmen, die Kosten aber auch dem Investor in Rechnung stellen. Uwe Märtens (SPD) begrüßte den Vorstoß des Investors im Grundsatz, äußerte aber Zweifel am Sinn der Investition. Ist der Platz wirklich gut für die Nutzer? Er glaube nicht, dass Wohnmobilreisende in ein Gewerbegebiet fahren.

Den Campern stünde ein Ansprechpartner zur Verfügung

Ralf Sassmann (WGR) vermutete, dass die Stellplätze Durchreisenden ausschließlich als Übernachtungsalternative zu Lastwagenparkplätzen an der Autobahn dienen sollen. Döpke ergänzte: Das Areal werde vom Investor betreut, was einen großen Unterschied beispielsweise zum Wohnmobil-Areal in Bad Nenndorf darstelle. Soll heißen: Den Campern stünde täglich ein Ansprechpartner bei Fragen und Problemen zur Verfügung. Die Wohnmobilbesitzer, die in Bad Nenndorf stehen, gucken in die Röhre, wenn sie sonnabends oder sonntags die Nummer des Rathauses wählen, die dort als Kontaktmöglichkeit angegeben wird. „Ich gehe davon aus, dass die sich das gut überlegt haben“, betonte Döpke noch einmal.

CDU will Touristen in die Innenstadt locken

Stephan Lotz (CDU) hob hervor, dass die Stadt dann auch die eigenen Pläne für einen Wohnmobilstellplatz am Sportgelände einmotten kann. Das Geld spare die Kommune für andere Dinge, was er begrüßte. Er sei aber dafür, dem Investor angesichts des opulenten Kostenumfangs auch gleich die Kosten für die Bebauungsplanänderung aufzudrücken. So votierte der Ausschuss denn auch. Ob der städtische Plan für einen Wohnmobilplatz nun tatsächlich zu den Akten gelegt wird, blieb aber offen. Die CDU hatte eigentlich vor, mit einem solchen Areal auch Touristen in die Innenstadt zu locken, was mit dem Vorhaben im Gewerbegebiet wohl kaum erreicht wird. gus

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