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Karsten Becker zu Gast an IGS Rodenberg

SPD-Politiker zu Flüchtlingspolitik Karsten Becker zu Gast an IGS Rodenberg

Anlässlich einer EU-Projektwoche hat Karsten Becker, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Schaumburg, einen Vortrag zum Thema Flüchtlingspolitik vor Schülern des Jahrgangs zehn der IGS Rodenberg gehalten und sich ihren Fragen gestellt.

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Die Schüler aus dem Jahrgang zehn folgen aufmerksam den Ausführungen von Karsten Becker.

Quelle: ar

Rodenberg (ar). Zu Beginn seiner Ausführungen hielt Becker einige Zahlen parat. Am Beispiel Syriens erklärte er, dass eine normale Ausreise unter Ausstellung eines Visums dort nicht möglich sei. Daher hätten bislang 1,8 Millionen Menschen aus Angst um ihr Leben das Land illegal zu Fuß verlassen. „Ungefähr 50 Prozent bleiben in den Anrainerstaaten“, erläuterte er. „Allein in der Türkei halten sich in Auffanglagern 1,3 Millionen Menschen aus Syrien auf.“ führte er weiter aus, um zu verdeutlichen, wie schwierig die Situation dort ist.

 Der Weg über das Mittelmeer als der am häufigsten gewählte Fluchtweg berge großen Gefahren, da die Schiffe per Autopilot gesteuert werden. Wer nach Europa gelange, wolle nicht automatisch nach Deutschland. „Die wollen einfach nur weg aus einem Land, in dem man nie weiß, ob man den nächsten Tag überlebt.“

 Politische Grüppchen versuchten, die Angst vor etwas, das die Menschen noch gar nicht kennen, auszunutzen. In seinen Ausführungen versuchte Becker, die Jugendlichen für die Flüchtlingsproblematik zu sensibilisieren und Bedenken zur zerstreuen.

 Die zahlreichen Fragen der Schüler reichten von der Finanzierung der Asylpolitik über rechtliche Themen bis zu dem Einwand: „Wie können wir denn helfen?“ Helfen könne jeder, antwortete Becker, in dem er eine eigene Haltung zu dem Thema entwickle. Die eigene Meinung offen auszusprechen und Position zu beziehen, sei wichtig.

 „In Schaumburg haben wir einen guten Weg gefunden, diese Menschen zu betreuen und zu begleiten“, stellte er heraus. Abschließend betonte der Politiker, dass es keine endgültige Lösung zur Flüchtlingspolitik gebe. Das entwickle sich mit den Aufgaben und der Haltung der Menschen in der Europäischen Union. Begleitet wurden die Schüler bei diesem Vortrag von ihren Lehrern Gesa Zajonc, Lutz Müller und Andreas Dmitriev.

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