Rodenberg. „Leider haben wir feststellen müssen, dass die Resonanz nicht ganz so war, wie wir uns das vorgestellt haben“, resümierte Gewerbevereinsvorsitzender Günter Ebertz die Erfahrungen mit dem „Night-Shopping“. „Vielleicht müssen wir es fallenlassen.“ Mit den beiden Einkaufstagen, an denen einige Einzelhändler ihr Geschäft länger aufließen, ist der Vorstand nicht zufrieden. Auch die Wiederauflage von „Gut Einkaufen in Rodenberg“, sei offensichtlich bei den Kunden nicht angekommen. „Die Beteiligung war sehr gering“, bedauerte Ebertz.
Deshalb haben sich Vorstand und Aktivkreis Gedanken gemacht, welche Möglichkeiten es gibt, den Handel in Rodenberg anzukurbeln und „das Ganze attraktiver zu machen“. Zusammen mit der Stadtschule soll ein Fragenkatalog zum Einkaufsverhalten und Kundenwünschen entworfen werden, wie Ebertz berichtete. Die Schüler sollen per Umfrage Daten sammeln.
Aber nicht nur die Kundenfrequenz macht dem Vorstand Sorgen. Bei den Veranstaltungen des Gewerbevereins und denen, an denen er sich beteiligt, hat auch das eigene Engagement nachgelassen. „Wir benötigen immer wieder Helfer, Helfer, Helfer“, appellierte der Vorsitzende an die Mitglieder. Beim Altweibersommer habe sich niemand gefunden, der ein Kuchenbüfett macht. „Wir mussten es wegen Mangel an Helfern an das DRK abgeben“, sagte Aktivkreisleiterin Gabriele Schlüter. „Ich würde mir mehr Hilfe von den Mitgliedern wünschen“, gestand sie.
An Ideen mangelt es jedenfalls nicht. Der Verein hat der Stadt vorgeschlagen, sechs Bodenhülsen beim Ausbau von Allee und Tor einzuarbeiten, damit Masten für Banner aufgestellt werden können. Laut Ebertz hat der Verwaltungsausschuss dem auch schon zugestimmt. Dort könne dann auf alle Veranstaltungen in der Stadt hingewiesen werden. Der Vorstand würde sich außerdem wünschen, auch die untere Auebrücke mit Blumen zu schmücken, wie das bei der oberen bereits gang und gäbe ist.
Die Idee, den Weihnachtsmarkt nicht auf den Amtsplatz zu beschränken, kam bei den Mitgliedern nicht gut an. „Mit welchem Angebot?“, fragte Andreas Krayl. Die derzeitige Aufteilung sei „ein geschlossenen Modell“, das sich bewährt habe. Die Buden zu verteilen würde seiner Meinung nach die Situation „zerreißen“. „Ich weiß nicht, ob das der Sache gut tut“, zweifelte er. Auch ein spontaner Vorschlag aus der Versammlung, den Markt auf zwei Wochenenden auszudehnen, fand wegen der Überschneidung mit anderen Weihnachtsmärkten kein Echo. bab
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