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Hotel Stockholm: Kritik an CDU-Aussage

Rodenberg Hotel Stockholm: Kritik an CDU-Aussage

Die Zukunft des Hotels Stockholm ist derzeit das Thema Nummer eins in Rodenberg. Die Aussage, dass die Stadt im Falle eines Kaufs dort kein zusätzliches Restaurant ansiedeln soll, stößt derweil auf Kritik.

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Das zum Verkauf stehende Hotel Stockholm ist derzeit Gesprächsthema Nummer eins in Rodenberg.

Quelle: gus

Rodenberg. CDU-Sprecher Erhard Steege hatte in der Ratssitzung mit dieser Aussage aufhorchen lassen: Einen Gastronomiebetrieb im Stockholm, der in Konkurrenz zum Ratskeller träte, lehnt die CDU ab. Der Vorsitzende des Gewerbevereins Rodenberg (GVR), Günter Ebertz, sagte auf Anfrage, dass er mit dieser Aussage nicht glücklich ist. Im Gegenteil: Rodenberg brauche zusätzliche Gastronomie.

Es gehe darum, die Innenstadt attraktiver zu machen, und Gaststätten eigneten sich dazu, Publikum anzulocken. Besucher, die in Rodenberg speisen, brächten auch für andere Betriebe im Zentrum Kaufkraft mit. „Der Ratskeller allein reicht da wohl nicht aus“, findet Ebertz. Es breche immer mehr weg, so Ebertz auch mit Blick auf das abgebrannte Gasthaus Zur Krone (Callier). „Wir brauchen Mitbewerber“, ist sich der GVR-Vorsitzende sicher.

Ähnliche Positionen hat die SPD-Chefin, Anja Niedenzu, beim jüngsten politischen Stammtisch des Ortsvereins wahrgenommen. „Der von CDU-Fraktionssprecher Erhard Steege veröffentlichten Äußerung, im Hotel Stockholm zukünftig keine Gaststätte zu betreiben, wollten viele Teilnehmer so nicht zustimmen“, schreibt Niedenzu in einer Pressemitteilung.

Bürgermeister will Hotel kaufen

Das Stockholm sei in der Region bekannt, das Haus habe als Gaststättenbetrieb Tradition, und die Lage berge Potenzial. In Rodenberg fehlten zudem Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste und Besucher. Daher sei eine Modernisierung des Gebäudes nötig. „Mit dem richtigen Konzept schafft man in der Stadt dann ein weiteres Angebot und keine Konkurrenz“, plädiert auch Niedenzu für mehr Auswahl auf der Rodenberger Speisekarte. Die Teilnehmer am Stammtisch äußerten den Wunsch, dass ihre Ideen in puncto Stadtentwicklung von den Politikern gehört werden.

Bürgermeister Ralf Sassmann (WGR) positioniert sich in etwa in der Mitte. Auch er hält den Kauf des Stockholm für ratsam. „Die Stadt muss an einer so prägnanten Stelle einen Zugriff haben“, so Sassmann. Überlasse die Kommune den Kauf einem Investor, habe sie kaum noch Einfluss darauf, was an der Stelle entsteht. Er hoffe auf eine Mehrheit pro Kauf im Rat.

Auch im Falle Callier hätte die Stadt zugreifen können, doch Sassmann räumt ein: „Wir können nicht alles kaufen.“ Er sei dafür, dass die Stadt das Stockholm in ihren Besitz bringt und dann in Ruhe ein Konzept für die Zukunft des Hauses entwirft.

Sassmann gibt Steege aber insofern Recht, als dass auch er gegen ein Restaurant mit ähnlicher Ausrichtung wie der Ratskeller ist. Ideal wäre es, einen Stadtplaner einzuschalten. Der könne eingrenzen, welche Arten von Gastronomie im Stockholm ratsam wären. Sassmann: „Das könnte ja auch ein kleiner Betrieb sein.“

Sassmann möchte grundsätzlich keine Option ausschließen. Sollte die Stadt das Stockholm erwerben, sei anschließend auch denkbar, dass ein Investor dort einsteigt. gus

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