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Kein Wachstum zum Selbstzweck

Baugebiet Steinriesen IV Kein Wachstum zum Selbstzweck

Der Stadt Rodenberg kann aktuell förmlich beim Wachsen zugesehen werden. Jedes Mal, wenn man am Baugebiet Steinriesen IV vorbeifährt, sind dort einige neue Wohnhäuser aus dem Boden geschossen.

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Das Baugebiet Steinriesen IV in Rodenberg ist ausverkauft, auch die Bebauung ist gut vorangeschritten.

Quelle: göt

RODENBERG/LAUENAU. So schnell wie die Grundstücke nun bebaut werden, waren sie auch verkauft (wir berichteten). Ein ähnlich großer Andrang herrschte auch auf das Baugebiet Hoppenberg II in Lauenau, welches ebenfalls in wenigen Wochen beinahe ausverkauft war. Doch überraschenderweise plant die Verwaltung nicht, neue Baugebiete zu erschließen.

Beide Baugebiete sind inzwischen voll belegt, sagte Jürgen Bock vom Fachbereich Liegenschaften. Der Großteil der Grundstücke ist verkauft, viele von ihnen sind sogar schon bebaut. Einige wenige stehen kurz vor der Beurkundung oder sind reserviert. Dort könne es immer sein, dass noch jemand abspringt, räumte Bock ein. Dies sei jedoch eher nicht zu erwarten. Damit sind insgesamt über 120 Baugrundstücke von der Verwaltung an dem Mann gebracht worden.

Neubürger sollen integriert werden

„Wir sind in der Situation, keine Grundstücke mehr anbieten zu können“, bestätigt Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla. Er könne sich aber nicht vorstellen „im größeren Maße kommunales Bauland anzugehen, da wir die Infrastruktur der Samtgemeinde nicht überfordern wollen.“ Kleinere Ankäufe, um die Deisterstadt „abzurunden und an mancher Stelle vielleicht fünf oder zehn Häuser zu errichten“ seien zwar denkbar, ein derart großes Baugebiet wie Steinriesen IV werde es in absehbarer Zeit aber nicht geben.

Der Samtgemeindebürgermeister befürchtet nicht nur, dass sich durch noch mehr Zuzug die ohnehin schon etwas angespannte Lage hinsichtlicher der Kinderbetreuung weiter zuspitzen könnte. „Mir geht es auch um die Integration, beispielsweise ins Vereinsleben“, so der Verwaltungschef. Niemand sei etwa mit abgeschotteten Gebieten geholfen, in denen Neubürger unter sich bleiben. Wachstum wegen des Wachstums willen sei angesichts der negativen Auswirkungen nicht zielführend.

Ganz untätig möchte die Verwaltung aber nicht bleiben, und behält sich vor, bei ausgewählten Objekten im Stadtgebiet Rodenbergs Mietwohnraum für andere Bevölkerungsgruppen schaffen, „die sich ein Eigenheim nicht leisten können“, sagt der Verwaltungschef. göt, js

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