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Rodenberg Kita im Wäschehaus denkbar
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Kita im Wäschehaus denkbar
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15:46 09.11.2018
Das Wäschehaus am Kleinen Brunnen könnte zu einem Kindergarten umfunktioniert werden. Quelle: Archiv
RODENBERG

Die präsentierte Nachnutzungsvariante war Gegenstand der Abschlussarbeit des Innenarchitekturstudiums der beiden jungen Frauen. Die Zielsetzung lautete, ein historisch bedeutsames und unter Denkmalschutz stehendes Gebäude einer zeitgemäßen Verwendung zuzuführen.

Auf eine Kita waren Baumgarten und Braun gekommen, weil sie den steigenden Bedarf an derartigen Betreuungsangeboten und das stete Wachstum der Stadt Rodenberg im Hinterkopf hatten. Die bestehende Struktur des Wäschehauses – allen voran die senkrechten Fachwerkstützen – soll so weit wie möglich beibehalten werden.

Zwei Gruppen möglich

Zwei Gruppen mit zusammen 50 Plätzen könnten entstehen. Derzeit ist das Haus in zwei Wohneinheiten im Ober- und im Erdgeschoss getrennt. Darin würden jeweils große Gruppenräume und kleinere Bereiche wie Besprechungs- und Garderobenräume sowie Sanitärbereiche entstehen. Das Außengelände soll üppige 1100 Quadratmeter umfassen und auch elf Parkplätze aufweisen.

Die Studentinnen befragten mehrere Kita-Leiterinnen zu ihrer Idee. Dies brachte die beiden Innenarchitektinnen dazu, das Innere naturnah zu gestalten. Eine Dachverglasung soll den mittleren Teil des Hauses möglichst hell machen. Stützen sollen als Bäume ausgestaltet werden, die sich unter dem Glasdach über beide Geschosse erstrecken – wie ein Atrium. Dessen Boden befände sich in einer Vertiefung, in der ein Waldboden nachgeahmt würde.

Obergeschoss vielleicht zu niedrig

Die Architektinnen erhielten viel Applaus. Auch Erhard Steege (Rodenberger Interessen) lobte den Vortrag, fragte aber, ob im Obergeschoss die Raumhöhen ausreichten für einen Kita-Betrieb. Die Studentinnen gaben zu, dass es diesbezüglich zu Schwierigkeiten kommen könnte und weiterer Bauaufwand anfallen könnte.

Eine inhaltliche Diskussion ergab sich nicht, denn der Vortrag war nicht wie der eines Planers zu verstehen, der der Stadt einen Entwurf vorstellt, den es im Detail umzusetzen gilt. Gut möglich ist allerdings, dass nun im Nachgang jemand die Grundidee der Wäschehaus-Kita aufgreift.