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Klima-Leitbild vertagt

Ausschuss Klima-Leitbild vertagt

Die SPD hat beantragt, ein Leitbild der Stadt Rodenberg zum Klimaschutz entwerfen zu lassen. Dabei wollen die Sozialdemokraten auch die Arbeitsergebnisse der lokalen Agenda 21 berücksichtigt wissen.

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Quelle: dpa

Rodenberg. Der Bau-, Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss vertagte die Entscheidung jedoch. Klimaschutzexperte Horst Roch erklärte während der Sitzung, dass für dieses Leitbild ein extern moderierter Prozess sinnvoll ist. Dabei könnten die Beteiligten erörtern, wo die Kommune beim Thema Energieversorgung und -einsparung in zehn Jahren stehen möchte. „Damit wird die Marschrichtung auch bei künftigen Entscheidungen ein Stück weit vorgegeben – wie mit einer Richtschnur“, so Roch. Der Rodenberger ist aktuell Klimaschutzbeauftragter des Landkreises Schaumburg.

Festgelegte Zielsetzungen

Dieter Leistikow (SPD) wies auf existierende Klimaschutz-Leitbilder anderer Kommunen hin. Diese können anhand der festgelegten Zielsetzungen die eigenen Entwicklungen überprüfen. Dem Ausschussvorsitzenden Carlo de Rooij (CDU) war das Vorhaben zu wenig konkret, wobei er auch sagte, dem Thema grundsätzlich positiv gegenüber zu stehen. Er wünschte sich jedoch eine klarer formulierte Zielsetzung im Antrag.

Uwe Märtens (SPD) präzisierte, dass es der SPD auch um Unterstützung privater Hausbesitzer und Bauherren geht. Dabei verwies er auf bereits umgesetzte und auch geförderte Solarprojekte und auf die von der Stadt ausgeschriebenen Neubaugebiete. Denkbar sei die Beratung von Bürgern durch einen Energieexperten. Die Kosten wären überschaubar, so Märtens. Zu rechnen sei mit 20 000 Euro, wovon 65 Prozent mit Fördergeld gedeckt werden könnten.

Zweifel an fremden Konzepten

Christel Oberheide (CDU) fragte dennoch, ob es unbedingt ein individuelles Rodenberger Leitbild sein muss. Es gebe schließlich Vorlagen anderer Kommunen. Roch räumte ein: Manche Punkte könnten durchaus anderswo entnommen werden. Doch er bezweifelte, dass diese fremden Konzepte widerspiegeln, wie „unser Rodenberg“ in der Zukunft aussehen soll. Selbst wenn sich die Stadt anderweitig bediente, sei dennoch ein interner Gesprächsprozess in Gang zu setzen.

Auf Nachfrage de Rooijs bestätigte Roch, dass mit der Erstellung des Leitbilds keine laufenden Kosten entstünden. Zudem werde niemand zur Umsetzung der Punkte eines solchen Papiers gezwungen. Allerdings könnte der Prozess auch scheitern, wenn sich die an der Diskussion Beteiligten nicht auf ein Konzept einigen können. Bei diesem Prozess müsste es Roch zufolge in jedem Fall mehrere Veranstaltungen und Sitzungen geben.

Oberheide stellte den Antrag, die Entscheidung zu vertagen, denn bei der CDU und bei der FDP bestehe noch Beratungsbedarf. Märtens war dies auch lieber, als wenn der Vorstoß komplett abgelehnt würde. gus

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