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Kreis muss etliche Kubikmeter Erde unterbringen

Rodenberg / Aue-Renaturierung Kreis muss etliche Kubikmeter Erde unterbringen

Der Landkreis hat in Rodenberg die Pläne zur Renaturierung eines Aue-Abschnitts vorgestellt. Bernd Hugo, Leiter der unteren Wasserbehörde, und dessen Mitarbeiter Matthias Dornbusch haben einige Fragen des Rodenberger Ausschusses für Wege und Umweltschutz und von Anwohnern beantwortet.

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Kreisvertreter, Ausschuss und Anwohner schauen sich das Planstück der Rodenberger Aue an.

Quelle: bab

Rodenberg (bab). Ein wenig gewundert haben sich die Landkreismitarbeiter über die skeptischen Fragen der Rodenberger. „Es ist verwunderlich, dass das hier so kritisch gesehen wird“, sagte Dornbusch bei der Besprechung. In anderen Gemeinden des Landkreises würde der naturnahe Ausbau der Gewässer sehr begrüßt, berichtete Hugo. Denn es gebe außer der Aufwertung des Biotops auch Effekte für den Hochwasserschutz. Kommunen nutzten die Gewässerränder zudem, um ihre Kompensationsgebiete dorthin zu verlegen, sagte Dornbusch. Das vereinfache auch die Bereitstellung von genügend Flächen für Überschwemmungsräume.

Bei der Rodenberger Aue geht es zunächst um 150 Meter ab dem letzten bewohnten Gebäude bis zur ehemaligen Kläranlage. Die Anlieger befürchten vor allem spätere Auswirkungen auf ihr Grundstück und Beeinträchtigungen durch den Aushub. Laut Kreis werde von den 2400 Kubikmetern Boden, die er für die Aueaufweitung aushebt, ein großer Teil vor Ort untergebracht werden müssen. Eine kleinere Halde besteht zwischen Haus und Kläranlage bereits, die Anlieger wollen aber keinen Berg vor der Haustür. Der komplette Abtransport sei für den Kreis aus finanziellen Gründen nicht möglich, sagte Dornbusch. Für die Maßnahme stünden rund 40 000 Euro zur Verfügung.

Von dem Geld soll am Ostufer der Aue ein zehn bis 15 Meter breiter Retentionsraum angelegt werden. Dieses Rückhaltegebiet würde bei durchschnittlichen Niederschlägen rund zwei- bis dreimal pro Jahr überschwemmt, schätzt Dornbusch. Ansonsten würden sich dort selbstständig Erlen und andere typische Pflanzen ansiedeln.

Ob es bei Hochwasser Rückstauprobleme geben könnte, wollten sowohl Peter Friedrichkeit (SPD) als auch Anlieger wissen. Die Vertreter des Landkreises versicherten, dass die Hochwasserproblematik nicht verschärft, sondern gemildert werde. In diesem Fall sei wegen des kurzen Stücks der Effekt aber nicht merklich.

Der Ausschuss einigte sich darauf, das Vorhaben des Landkreises zu unterstützen, Details sollen noch geklärt werden. „Ökologisch verantwortlich“ will Ralf Sassmann (WGR) das Vorhaben umgesetzt wissen. Denn die betroffenen öffentlichen Flächen werden schon heute weitgehend sich selbst überlassen. Auch Jörg Döpke von der Verwaltung gab zu bedenken, dass in dem Gebiet „schon ein gewisser ökologischer Stand da ist“.

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