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Landesbischof Ralf Meister predigt in Rodenberg

975 Jahre St. Jacobi Landesbischof Ralf Meister predigt in Rodenberg

In seiner Predigt zum 975. Geburtstag der St.-Jacobi-Kirche in Rodenberg ist Landesbischof Ralf Meister auch auf das Thema Flüchtlinge eingegangen. Die Kirchengemeinde hatte den Geistlichen eingeladen, um im Festgottesdienst mitzuwirken, der den Auftakt des Gemeindefestes zum Jubiläum von St. Jacobi bildete.

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Prominenter Besuch zum 975. Bestehen: Landesbischof Ralf Meister spricht in seiner Predigt von Sorge, Fürsorge und Gottvertrauen. kil

Rodenberg. „975 Jahre: Das ist ein großer Anlass, um in Ihre Gemeinde zu kommen“, sagte der Landesbischof zur Begrüßung. Rodenberg sei ihm bereits bekannt: „Vom Durchfahren mit dem Motorrad.“

Das zentrale Thema seiner Predigt: Sorge. Ausgangspunkt bildete die Bibelstelle: „Sorgt euch nicht um euren Lebensunterhalt, um Essen, Trinken und Kleidung. [...] Gebt nur Gott und seiner Sache den ersten Platz in eurem Leben, so wird er euch auch alles geben, was ihr nötig habt.“

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ständig sorgen sich die Menschen und versuchen vorzusorgen, sagte Meister. Sie schließen Versicherungen ab für Krankheits- oder Unfälle, sorgen sich um ihren Lebensunterhalt. „Ist das nicht das komplette Gegenbeispiel zu Jesus Wort?“ Jeder Mensch hat doch mindestens eine Sorge am Tag. „Ganz zu schweigen von den Sorgen, die unser Land im Augenblick bewegen“, so der Landesbischof. Klingen Jesus Worte nicht „angesichts der verängstigten und traumatisierten zigtausend Menschen, die derzeit in unser Land flüchten“, auf den ersten Blick wie eine Provokation, „ja fast schon zynisch?“, warf er die Frage auf.

„Sorge hat auch eine hässliche Seite.“ Zum Beispiel die Angst, „dass plötzlich nicht mehr genug für mich da sein wird“, und dass die eigene Zukunft in Gefahr ist. Manchmal „verschlingt“ einen schier die Sorge um das Leben. Auch deswegen, weil „wir zwischen dem Wesentlichen und Unwesentlichen nicht mehr unterscheiden können“.

An diesem Punkt sprach sich Meister für mehr Gelassenheit und Gottvertrauen aus. Man solle zuerst nach Gottes Gerechtigkeit trachten, das übrige werde einem schon zufallen, schloss er den Bogen zum anfänglichen Bibelzitat. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch ein buntes Programm rund um die Kirche. kil

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