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Landesverband: Streit und Rücktritte unangemessen

VdK-Pressesprecher verteidigt Weber Landesverband: Streit und Rücktritte unangemessen

Zu den Rücktritten innerhalb des VdK-Kreisverbandes und den Vorwürfen gegen ihn möchte sich der Vorsitzende des Ortsverbandes Rodenberg-Nenndorf, Wolfgang Weber, nicht öffentlich äußern. Dies sagte Weber, der als Schlüsselfigur unter anderem beim Rücktritt des ehemaligen Kreisvorsitzenden Günther Ihloff genannt wurde, auf Anfrage.

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Rodenberg/Nenndorf (gus). Weber hält sich damit an eine Empfehlung des Landesverbandes Niedersachsen-Bremen. Ein Redeverbot habe aber niemand verpasst bekommen, so Weber. Dies bestätigte der Pressesprecher des Landesverbandes, Hans-Gerd Finke, im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Landesverband habe lediglich dazu geraten, Konflikte intern und nicht in der Presse auszutragen. „Sonst schaukelt sich das immer mehr hoch. Das wollten wir verhindern“, erklärt Finke.

 Dieser sieht auch nach wie vor keinen Grund, warum Weber den Ortsverband Rodenberg-Nenndorf nicht mehr führen soll. Es gab zwar geringfügige Mängel in einigen Punkten. Aber einen Anlass für einen mehrmonatigen Streit, eine Reihe von Rücktritten und sogar Austritte (wir berichteten) dürften diese Mängel eigentlich nicht darstellen. „Selbst wenn leichte Unregelmäßigkeiten vorlagen, hätte man das VdK-intern klären können“, findet Finke.

 Dieser sieht auch in der Aufwandsentschädigung, die sich Weber (100 Euro in 2015) und Kassenwartin Elfi Engert (50 Euro) genehmigt hatten, keine Verfehlung. So etwas sehe die VdK-Satzung vor. Der Vorstand hätte dazu lediglich einen Beschluss protokollieren müssen. Dies ist nicht geschehen. Allerdings bilden auch nur Weber und Engert den Vorstand. Dass Weber laut Kassenbuch binnen eines Jahres dreimal Farbpatronen für seinen Drucker mit Geld des VdK (insgesamt rund 50 Euro) besorgt hat, ist in Finkes Augen ebenfalls nicht zu beanstanden.

 Selbst beim Ausgangspunkt des Streits war Ihloff nach Darstellung Finkes offenbar auf dem Holzweg. Weber hatte im Frühjahr 2014 die Herausgabe der Kassenbücher des Ortsvereins verweigert, woraufhin der damalige Kreisvorsitzende auf sein Recht auf Einsicht gepocht habe. Doch die VdK-Satzung sieht Finke zufolge keineswegs vor, dass der Kreisvorsitzende jederzeit Einsicht in die Kassenbücher der angegliederten Ortsvereine nehmen kann. Dafür gebe es die Kassenrevisoren der Ortsgruppen. Sollten Hinweise auf Unregelmäßigkeiten auftauchen, seien die Revisoren des Kreisverbands gefragt. Diese hatten Ende 2015 Engerts Kasse in Lauenau geprüft – mit dem bekannten Ergebnis.

 Finke bewertet den Zwist als Privatstreit Ihloffs und Webers, wobei der Landespressesprecher die Hauptschuld bei Ihloff sieht. Diesem unterstellt er eine „rechthaberische und unnachgiebige Art“. Daher habe er Ihloff vor einigen Monaten auch zur Mäßigung bei öffentlichen Äußerungen aufgerufen.

 Weber möchte bis zum 11. März keine Statements zu den Vorgängen abgeben. Dann ist Hauptversammlung der Ortsgruppe. Damit kehrt diese auch wieder zu ihrem angestammten Turnus zurück. Weber war bei einer außerordentlichen Versammlung im Oktober neu in das Amt gewählt worden, das er im Mai aus Zorn über Ihloff abgegeben hatte.

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