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Lange Straße nicht vergessen

Gewerbeverein: Grundsatzpapier für Stadtentwicklung Lange Straße nicht vergessen

Wie soll es weitergehen in der Stadt Rodenberg? Diese Frage stellen sich die Mitglieder des Gewerbevereins Rodenberg, dessen Vorstand vergangenes Jahr einen Runden Tisch ins Leben gerufen hat, um diese Frage zusammen mit Politik und Verwaltung zu erörtern.

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Rodenberg. Im Fokus stehen Fragen wie: Wie lässt sich  Kaufkraft in Rodenberg halten und erhöhen, und wie lässt sich die Stadt attraktiver gestalten?

Im Vorfeld an konkretere Überlegungen sei es jedoch sinnvoll, sich auf eine gemeinsame Basis und ein einheitliches Ziel zu einigen, hinter der der gesamte Gewerbeverein stehen soll, erklärte Schriftführer Rüdiger Grohs bei der  Hauptversammlung am Freitag. In der Folge sprachen sich die Mitglieder, bei zwei Enthaltungen, für ein vorgelegtes Grundsatzpapier aus, in der eben diese Basis und Ziele formuliert sind.

Im Wesentlichen besagt das Papier, dass in der Stadtentwicklung nicht nur der Amtsplatz als Einkaufs-Stadtmitte berücksichtigt werden soll, sondern ebenso die Lange Straße. Dieser Standpunkt werde in der Politik leider nicht von jedem so vertreten, weshalb der Gewerbeverein sich hierbei klar positionieren wollte, so Rohs.

Die Ansiedlung eines weiteren Discounters sehe man positiv, „allerdings nur bei gleichzeitiger Sicherung und Stärkung von Rahmenbedingungen für vorhandene und neue Geschäfte“, heißt es außerdem in dem Papier. Rohs nannte in diesem Zusammenhang das Spielwarengeschäft Holzwiese, dessen Betreiber erst vor kurzem die Schließung bekannt gaben und als einen Grund das erweiterte Spielwarenangebot von Rossmann aufführten (wir berichteten).

Darüber hinaus befürwortet der Gewerbeverein die Ausweitung des gastronomischen Angebots, damit „Shoppen und verweilen“ ein Kernmotto von Rodenberg wird, und forderte, dass die Stadt, wo es nötig sei, „aktiv in die Stadtentwicklung eingreifen“ solle.

Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla erinnerte allerdings daran, dass die Stadt nicht auf alles Einfluss nehmen könne. Egal wie gut die Rahmenbedingungen sind, am Ende entscheide jedes Unternehmen selbst, wo es sich niederlassen möchte. Auch dürfe man die Komplexität der Problematik nicht unterschätzen. Denn der Wunsch nach einem Discounter, in dem in großen Mengen eingekauft wird und der deshalb mit dem Auto erreichbar sein muss, lasse sich nur schwer mit dem Wunsch nach einer Verweil-Meile vereinbaren, wie sie eine Fußgängerzone bildet. Das alles gelte es, bei zukünftigen Überlegungen zu berücksichtigen. kle

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