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Langhals tritt nach Kritik zurück

Ärger über Umgang Langhals tritt nach Kritik zurück

Der Ortsrat Pohle hat Stephanie Kunde einstimmig zur neuen stellvertretenden Gemeindedirektorin bestimmt. Die Mitarbeiterin der Bauverwaltung der Samtgemeinde Rodenberg folgt auf Rainer Langhals, der nach öffentlicher Kritik seine Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis verlangt hatte.

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Die Nachfolgerin Stephanie Kunde.

Quelle: ber

Pohle. Seine Entscheidung hatte Langhals mit den Vorwürfen begründet, die ihm die SPD im Januar in ihrem Mitteilungsblatt „Pohler Echo“ gemacht hatte. „Ich werde mich nicht von der SPD durch negative Darstellung in einem Infoblatt zum Stimmenfang in der Gemeinde Pohle benutzen lassen“, schreibt Langhals in seiner Rücktrittserklärung.

Den Rat überrumpelt

In dem Mitteilungsblatt hatte Manfred Lütje geschrieben, Langhals habe den Gemeinderat ermuntert, die Hebesätze für die Grundsteuer zu erhöhen. Auch soll Langhals dafür plädiert haben, den Kostenanteil der Gemeinde am Breitbandausbau mit einem Kredit zu finanzieren. Mit diesen Vorschlägen habe Langhals den Rat überrumpelt, so der Vorwurf. Den Politikern fehlte wohl ausreichend Einlesezeit. „Ist das Herrn Langhals erst auf dem Weg zur Ratssitzung eingefallen?“, hatte der SPD-Ratsherr angefügt.

Mit dieser Kritik konfrontiert, konnte und wollte Langhals nach eigener Aussage sein freiwilliges Amt in der Verwaltung nicht länger ausüben. Er habe damals auf Bitte des Kämmerers dem Rat den Haushaltsplan vorgestellt. Auf Nachfrage, wie man die finanzielle Situation der Gemeinde verbessern könne, habe er lediglich die beiden Möglichkeiten erörtert: Ausgaben reduzieren oder Einnahmen erhöhen.

Anhebung der Grundsteuer

Auf weitere Nachfrage, wie Pohle seine Einnahmen erhöhen könne, habe er die Anhebung der Grundsteuer als eine Möglichkeit genannt – mit dem ausdrücklichen Hinweis, dies müsse gründlich vorbereitet und im Rat diskutiert werden. Den Kredit für den Breitbandausbau habe er nur ins Spiel gebracht, weil es damals hieß, es könnte sehr schnell gehen, bis der Ausbau kommt. Deshalb habe er dazu geraten, einen Kredit im Haushalt einzubauen.

In der Ratssitzung habe sich niemand negativ geäußert. Umso verwunderter sei er gewesen, als er eine Woche später das „Pohler Echo“ gelesen habe. „Wenn das der neue Stil ist, mit Mitarbeitern der Verwaltung umzugehen, wird bald niemand mehr freiwillig ein solches Amt übernehmen“, bedauert Langhals, für den die Sache damit abgeschlossen ist. „Ich habe mich damit abgefunden.“ ber

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