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Letzte Hoffnung Fundbüro

Rodenberg Letzte Hoffnung Fundbüro

„Eben war es doch noch hier“: Ein Gedanke, der wohl jedem schon mal durch den Kopf geschossen ist, sei es auf der Suche nach dem Schlüsselbund oder dem Portemonnaie. Wenn allerdings selbst intensivste Nachforschungen zu keinem Ergebnis führen, bleibt nur noch eine letzte Hoffnung: das Fundbüro.

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Ingrid Kramer kümmert sich um verlorene Gegenstände in Rodenberg.

Quelle: js

Rodenberg. In Rodenberg würden die Chancen in Sachen Schlüssel zumindest gutstehen: „Wir haben einen ganzen Karton voll mit Schlüsselbünden“, weiß Ingrid Kramer. „Leider werden diese oft nicht abgeholt, ich weiß auch nicht, warum“, erzählt die Verwaltungsangestellte vom Fundbüro. Im Gegensatz dazu ist die Nachfrage nach gefundenen Portemonnaies ungleich höher. „Da meldet sich oft gleich am nächsten Tag jemand“, sagt Kramer. Nachdem der Gegenstand ausreichend beschrieben wurde, wird er wieder ausgehändigt. Oftmals kann auch aufgrund des Inhalts der Brieftasche der Besitzer ausfindig gemacht und angerufen werden. „Dann freuen sich die Betroffenen besonders“, so Kramer.

Etwas schwieriger zu verlieren sind Fahrräder – sollte man zumindest meinen. Doch auch davon warten einige Exemplare darauf, von ihrem Besitzer wieder abgeholt zu werden. „Die sind aber meistens so gut wie wertlos“, berichtet die Verwaltungsangestellte. Die Drahtesel werden entsprechend oft entweder entsorgt oder gemeinnützig gespendet, wie etwa an die Schaumburger Initiative gegen Arbeitslosigkeit (Siga) nach Stadthagen.

Zuvor hat der Besitzer aber die Möglichkeit, sich innerhalb von sechs Monaten zu melden. Passiert das nicht, kann auch der Finder Anspruch auf das Gefundene erheben. Nach Zahlung einer Aufbewahrungsgebühr, 15 Prozent des Wertes der Fundsache, wechselt der Gegenstand den Besitzer – egal, ob Fahrrad oder die Solarzelle eines Wohnmobils.

Eine solche hat die Autobahnpolizei vor einiger Zeit der verdutzten Verwaltungsangestellten vorbeigebracht. „Was wir damit machen, wissen wir noch nicht so genau“, sagt Kramer mit einem Lächeln. Etwaige Auktionen wie in anderen Gemeinden würden sich meist nicht lohnen, da die Gegenstände oft kaputt und wertlos seien.

Hochwertige Verluste würden die Aufbewahrungsfrist selten überstehen. Erst am Wochenende hat eine Rodenbergerin einen Fotoapparat auf dem Friedhof verloren. Ein ehrlicher Finder hat diese im Fundbüro abgegeben. „Er bestand darauf, keinen Finderlohn zu erhalten“, erinnert sich Kramer. Zehn Prozent des Gegenstandswertes würden dem Finder eigentlich zustehen. „Das hat aber eigentlich noch nie jemand beansprucht“, sagt Kramer. Meist würden sich die Beteiligten untereinander einigen – wie auch im Fall vom Wochenende. Dort durfte sich der ehrlicher Entdecker der Kamera über einen Blumenstrauß freuen.

Das Fundbüro in Rodenberg ist im Bürgerbüro zu finden, zu erreichen unter der Telefonnummer (05723) 70572. js

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