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Meeresfrüchte gegen Jodmangel

Gesundheitsforum Meeresfrüchte gegen Jodmangel

Dass Erkrankungen der Schilddrüse keine Seltenheit sind, hat sich am Besucherandrang beim zweiten Gesundheitsforum Schaumburg gezeigt. Knapp 150 Zuhörer waren in den Ratskeller Rodenberg gekommen, um sich über Vorsorge, Symptome und Heilungschancen zu informieren.

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 Das Interesse am Gesundheitsforum ist enorm.

Quelle: ber

Rodenberg. Unter der Moderation des Journalisten Marc Fügmann hielten vier heimische Mediziner kurze Vorträge über das kleine Organ mit großer Wirkung. Die Schilddrüse ist 25 Gramm schwer und sitzt unterhalb des Kehlkopfes. Von dort aus dosiert sie die Hormonproduktion, bestimmt über die Vitalität des Körpers und sorgt dafür, dass die Seele im Gleichgewicht ist. Bei Kindern kann eine Erkrankung der Schilddrüse sich negativ auf Wachstum und geistige Entwicklung auswirken.

Präventive Maßnahmen

Nach Angaben von Dr. Ahmet Cetindere , Allgemeinmediziner aus Bad Eilsen und Vorsitzender des Schaumburger Ärztevereins, haben präventive Maßnahmen eine große Bedeutung. Auch Vorsorgeuntersuchungen seien angeraten, da die Krankheit oft jahrelang unbemerkt bleibt. „Durch Tasten kann der Arzt bereits viele Erkenntnisse gewinnen“, betonte Cetindere. Hauptursache für Erkrankungen der Schilddrüse sei Jodmangel. „Essen Sie zweimal in der Woche Meeresfische, da ist viel Jod drin“, riet er.

Dr. Nehara Begum , Oberärztin am Kreiskrankenhaus Stadthagen, erklärte, Symptome für einen Kropf, also verdächtige Knoten in der Schilddrüse, seien Schluckbeschwerden, Schmerzen, Luftnot, Heiserkeit und Vergrößerung der Lymphknoten. Auch Begum betonte: Mehr als 90 Prozent der Schilddrüsen-OPs seien wegen Jodmangels erforderlich. Ihren Angaben zufolge leidet statistisch jeder dritte Deutsche unter einer Erkrankung der Schilddrüse. Im schlimmsten Fall sei dies Krebs. Dieser wiederum habe sehr gute Heilungschancen, wenn er denn rechtzeitig erkannt und behandelt werde.

Vitamin D ist wichtig

Professor Conny Bürk, Chefarzt am Kreiskrankenhaus Stadthagen, berichtete über den Fortschritt bei Schilddrüsen-OPs und hier insbesondere über das sogenannte Neuromonitoring. Im 19. Jahrhundert sei noch jeder zweite Patient bei dem Eingriff gestorben, meist aufgrund von Blutverlust. Heute liege die Sterblichkeitsrate bei fast null. Dr. Andreas Schlüter , der eine Dialysepraxis in Bad Nenndorf betreibt, ging schließlich auf die Therapiemöglichkeiten bei einer gleichzeitigen Funktionsstörung der Nieren ein. Neben Jod sei hier für Betroffene eine ausreichend hohe Zufuhr an Vitamin D wichtig. Schlüter warnte in diesem Zusammenhang vor zu viel Phosphat – der häufig in Fertigprodukten enthalten ist. ber

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