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Mehr Platz für Artenvielfalt

Rodenberg / Renaturierungsprojekt an der Aue Mehr Platz für Artenvielfalt

Die Rodenberger Aue hat auf Höhe der ehemaligen Kläranlage von Rodenberg jetzt mehr Platz, um sich natürlich zu entwickeln. Der Landkreis Schaumburg hat mit Beginn des Frühjahrs die Maßnahmen zur Renaturierung der Aue umgesetzt.

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Matthias Dornbusch (rechts) bespricht die letzten Arbeiten zum Aushub an der Rodenberger Aue mit Lars Rennemann von der Firma Mensching.

Quelle: bab

Rodenberg (bab). Auf rund 150 Metern Länge ist das Ufer verbreitert und Retentionsräume sind geschaffen worden.

 Matthias Dornbusch von der Unteren Wasserbehörde erklärt, es sei etwas weniger Boden abgegraben worden als ursprünglich geplant. Rund 1600 Kubikmeter Aushub seien angefallen und komplett abgefahren worden. Im Sommer hatten Kreis und Stadt die Renaturierung verabredet, damals war geplant, 2400 Kubikmeter zu entfernen. Ein Teil des Bodens hätte dann vor Ort gelagert werden müssen. Doch die Politik habe jetzt entschieden, dort keine Halde haben zu wollen. „Akzeptanz ist uns sehr wichtig“, sagt Dornbusch über die Zusammenarbeit mit den Anrainerkommunen.

 Der Querschnitt des Wasserlaufs konnte trotzdem genügend vergrößert werden, um Wasserwechselzonen und Überflutungsflächen zu schaffen. Steine, Totholz und Stecklingsruten, die Wurzeln bilden sollen, wurden zur Stabilisierung des Böschungs- und Uferbereichs eingearbeitet. Dann solle die Aue aber sich selbst überlassen werden, sagt Dornbusch. Das soll Lebensraum für diverse Tier- und Pflanzenarten schaffen.

 „Wir sind Stadt und Samtgemeinde dankbar für die Zusammenarbeit.“ Der Landkreis könne die Aue nur naturnäher gestalten, wenn die Kommunen mitspielen, sagt der Fachmann. Im weiteren Verlauf der Aue innerhalb der Samtgemeinde Nenndorf werden ebenfalls unterschiedliche Bereiche renaturiert. „Die Region Hannover am Unterlauf und die Hamelner am Oberlauf sind auch dabei, so etwas zu machen“, sagt Dornbusch, „sodass sich das Gesamtkonzept langsam entwickelt“.

 Durch die renaturierten Auebereiche werden auch Puffer zwischen Gewässer und Bebauung beziehungsweise landwirtschaftlichen Flächen gebildet, erklärt der Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde. Das Schwierigste bei der Umsetzung seien immer die Grundstückkäufe. Außerdem eignen sich nur bestimmte Abschnitte des Flüsschens für solche Projekte.

 Die Maßnahme wird finanziell vom Landkreis getragen, der dafür aber 90 Prozent Fördergelder vom Land erstattet bekommt, wie Dornbusch berichtet.

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