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Mit Musik um die Welt

Hülseder beim "Feuerwerk der Turnkunst" Mit Musik um die Welt

Wie wirkt eine hochklassige Turnshow ohne Musik? Wohl eher gar nicht. Jemand, der sich damit ausgesprochen gut auskennt, stammt aus dem Schaumburger Land, genauer gesagt, aus Hülsede: Als musikalischer Leiter begleitet Komponist und Musiker Rick Jurthe seit dieser Saison das „Feuerwerk der Turnkunst“.

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Außerhalb der Live-Auftritte bildet die Arbeit am Computer den Mittelpunkt von Rick Jurthes Arbeit.

Quelle: ar

HÜLSEDE. Für die erfolgreiche Akrobatikshow hat er den Titelsong „2Gether“ sowie zwölf weitere Stücke komponiert und produziert. Gemeinsam mit zwei weiteren Musikern wird er diese live bei der Tour 2017 spielen. Als Glücksfall bezeichnet der sympathische 27-Jährige seinen Einstieg. „Ich habe mit meiner Band Foxos bei einem kleinen Festival gespielt.“, erzählt er.

Heidi Aguilar, die Regisseurin der Show, habe einige Akrobaten zu einem Auftritt begleitet und die Band spielen hören. Ihr Stil des alternativen Pop sei genau das gewesen, was sie noch für einige Acts benötige. Ob die Band nicht Lust hätte, Stücke für die Turnkünstler zu arrangieren, fragte Aguliar.

In diesem Jahr sind es nun noch deutlich mehr Titel als im vergangenen Jahr geworden. „Ideen kommen mir meistens im Alltag“, plaudert der Künstler aus dem Nähkästchen. Manchmal gehe es sehr schnell, aber oft müsse man eben auch diszipliniert am Ball bleiben, wenn das Ausarbeiten nicht so gut laufe. „Wenn es hakt, nehme ich mir gelegentlich auch eine Auszeit“, führt Jurthe weiter aus. Dann genießt er die Ruhe bei einem Spaziergang mit Lena, dem Hund seiner Eltern, oder geht eine Runde Laufen.

Von Hülsede in die Welt

Auch die Akrobatik habe er als Ausgleich vor einem Jahr für sich entdeckt. Schon mit fünf Jahren hat er mit klassischem Klavierunterricht begonnen und dieses Instrument zwölf Jahre lang gespielt. Auf dem Gymnasium in Bad Nenndorf hat er die Bigband am Klavier und mit Gesang unterstützt. „Carsten Groß, der Leiter, war ein toller Lehrer. Nach der Ausbildung in reiner klassischer Musik habe ich bei ihm meine Begeisterung für Jazz und Pop entdeckt“, erinnert er sich. Ab diesem Zeitpunkt sei für ihn klar gewesen, dass er nicht „etwas Vernünftiges“ lernen wolle, gibt er augenzwinkernd zu. Trotzdem hat er ein Studium in Germanistik und Medientechnik begonnen, dies aber schnell wieder verworfen.

Es folgte ein Studium an der Musikhochschule Hannover. Seit September studiert der Künstler in London weiter, um dort seinen Master zu machen. Die quirlige Großstadt sei sehr inspirierend und biete zahlreiche Möglichkeiten, Netzwerke aufzubauen. „Aber die erste Frage, die mir dort gestellt wurde, war, warum ich nicht nach Berlin gegangen bin.“ Doch ihm ist es wichtig, auch eine Zeit im Ausland zu verbringen.

Während der Tour in diesem Winter genießt er es jedoch, Zeit mit seiner Familie zu verbringen und dem immerwährenden Geräuschpegel der Großstadt zu entfliehen. Überhaupt sei er sich der Basis und der Unterstützung, die ihm sein Elternhaus biete, bewusst. „Von hier aus kann ich die Welt starten.“, erklärt der Musiker. ar

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