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Rodenberg Mit einem Pflanzkasten aus Plastik fing alles an
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Mit einem Pflanzkasten aus Plastik fing alles an
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00:23 26.12.2014
Das aktuelle Team hinter dem Blumenschmuckwettbewerb: Alex Ehmann (Beirat, von links), Friedrich Hardekopf (Vorsitzender), Axel Trittin (Schatzmeister), Elke Exner (stellvertretende Vorsitzende) und Reinhard Exner (Beirat). Quelle: sk
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Rodenberg

Der damalige stellvertretende Stadtdirektor, Heinrich Wilkening, hatte dann aber die Idee, einen Wettbewerb für Grundstückseigentümer zu starten, die ihre Gärten gut in Schuss haben. 1964 war es so weit: Der Initiator und seine Mitstreiter riefen die Bevölkerung auf, sich daran zu beteiligen. Und Stadtdirektor Hans Schoeb band den Siedlerbund und den Fremdenverkehrsverein in die Sache mit ein, um sie bekannter zu machen.

 Während einer Besprechung im Rathaus, an der außer Schoeb noch Stadtinspektor Wolfgang Toelcke, Wilhelm Kölling vom Siedlerbund sowie Wilhelm Lücke, Friedrich Hardekopf und Karl Abelmann vom Fremdenverkehrsverein teilnahmen, wurde dann offiziell der Blumenschmuckwettbewerb in seiner heutigen Form beschlossen und angeschoben. Die Stadt stellte das Geld für die Prämierung (zunächst 200 D-Mark) bereit. Der erste Preis war 1964 ein Plastik-Pflanzkasten mit Blumenzwiebeln.

 Eine Kommission, die aus drei Mitgliedern bestand, machte sich in den Sommermonaten dreimal auf, um die Vorgärten, Ziergärten und Blumenfenster zu bewerten. Die erste Kommission bildeten Toelcke, Abelmann und Kölling. Sie legten eine Bewertungsskala von eins bis zehn zugrunde.

 Bei den Begehungen stellten die Juroren fest, dass es mehr Nutzgärten als Ziergärten gab. Und da Rodenberg seinerzeit über wenige Neubaugebiete verfügte, nahmen die Besichtigungen nur wenig Zeit in Anspruch.

 Die Kommission agiert bis heute ehrenamtlich. In den Folgejahren waren Fritz Schulze, Hugo Heyne und Wilhelm Kölling tätig, wobei sich Schulze und Heyne als Gärtnermeister abwechselten, sodass stets ein Fachmann in der Jury saß. 1975 fiel der Wettbewerb aus, weil im Jahr zuvor die Gebietsreform umgesetzt worden war. 1976 beauftragte der Rat den Fremdenverkehrsverein, den Wettbewerb zu organisieren, außerdem kam der Ort Algesdorf dazu. Auch die vielen Neubaugebiete machen die Aufgabe jetzt erheblich mühsamer: An den drei Tagen der Begehung legen die Juroren zu Fuß und mit dem Auto etwa 100 Kilometer zurück.

 „Erfreulicherweise konnten in den zurückliegenden 50 Jahren immer wieder Mitglieder gewonnen werden, die sich in den Dienst dieser schönen Aufgabe stellten“, bilanziert Hardekopf. Allein Kölling habe 39 Jahre lang mitgewirkt. gus

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