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Modernisierungsbedarf der Schulen ist groß

Rodenberg/Lauenau Modernisierungsbedarf der Schulen ist groß

An den beiden Grundschulgebäuden in der Samtgemeinde Rodenberg herrscht offenbar gleich mehrfach Modernisierungsbedarf. Dies ist den Berichten der beiden Rektoren im Schulausschuss zu entnehmen gewesen.

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„Nicht grundschulgerecht“: Der Pausenhof in Rodenberg ist karg ausgestattet, der Untergrund weist ebenso wie die Holzbänke und Umrandungen Schäden auf.

Quelle: gus

Rodenberg/Lauenau. Die Rodenberger Schulhof-Sanierung läuft mittlerweile unter dem Namen „Projekt 2020“, weil davon auszugehen ist, dass der Landkreis kaum die Finanzierung binnen eines Haushaltsjahres wird schultern können. Ein fertiges Konzept liegt vor, dies ist in Kooperation mit der Förderschule am Deister geschaffen worden, wie Rektor Uwe-Jens Eberhardt erklärte. Es soll in mehreren Etappen umgesetzt werden.

„Die IGS Rodenberg hat vor vier Jahren ein Konzept erstellt, der Landkreis ist aber bis heute nicht tätig geworden“, hielt Carlo de Rooij (CDU) dagegen. Eberhardt blieb bei seiner Einschätzung: Dem Landkreis sei ein umsetzungsfähiges Arbeitspapier übermittelt worden. Und: „Das hier ist definitiv nicht grundschulgerecht“, sagte Eberhardt mit Blick auf den Zustand des Pausenhofes.

Eine Schulhof-Arbeitsgruppe gibt es auch an der Albert-Schweitzer-Schule in Lauenau. Einen Bericht zu deren Beratungen überreichte Schulleiter Detlef Jelitto der Verwaltung vor der Sitzung, diskutiert wurde das Papier aber nicht.

Doch der Nachbesserungsbedarf hört bei den Höfen nicht auf. Das Grundschulgebäude in Rodenberg und die Außenstelle Apelern sind nicht barrierefrei, so Eberhardt. Seit er vor zwei Jahren die Leitung übernommen habe, sei daran noch nichts geändert worden. Vor dem Hintergrund der Inklusion sah Eberhardt Handlungsbedarf. Noch gebe es zwar keine Anmeldungen von Kindern, die auf Rollstühle angewiesen sind, aber dies könne jederzeit kommen.

Zwar besteht nach Worten Günther Wehrhahns, Stellvertreter des Verwaltungschefs, die Möglichkeit, den Fahrstuhl der Förderschule mitzubenutzen. Doch dann könnten Rollstuhlfahrer noch immer nicht den ältesten Teil des Gebäudekomplexes erreichen, der höhenversetzt und ausschließlich über Treppen erreichbar ist. Eine Liftinstallation, da machten die Politiker keine Umschweife, wäre teuer.

Auch in Lauenau herrscht in diesem Sinne Bedarf: Wehrhahn wies darauf hin, dass das Lauenauer Schulgebäude ebenfalls nicht in Gänze barrierefrei ist. Jelitto sieht seine Schule hinsichtlich der Inklusion aber dennoch „gut aufgestellt“. Besser sei beispielsweise, dass ausreichend Rückzugsräume zur Verfügung stehen. Solche fehlen in Rodenberg.

Noch ein weiteres räumliches Problem besteht in Rodenberg: Nach Angaben Eberhardts melden sowohl die Förderschule als auch die Grundschule mehr Platzbedarf an. Mit wachsenden Klassengrößen ist wegen des Flüchtlingszuzugs aber auch wegen der neuen Baugebiete zu rechnen. Derzeit gibt es an der Rodenberger Grundschule erst sieben Flüchtlingskinder, in Lauenau vier, in Apelern eines. gus

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