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Rodenberg Neue Kita an die Lange Straße
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Neue Kita an die Lange Straße
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00:25 23.11.2015
An der Langen Straße sollen Kita-Kinder betreut werden. Quelle: gus
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Rodenberg

Dass es in den Kindergärten bisweilen eng wird, ist nicht neu, speziell Angebote mit längerer Betreuungsdauer werden von Eltern seit Längerem gefordert (wir berichteten). Eine zusätzliche Gruppe wäre also eine Möglichkeit, die kommunalen Kapazitäten zu erhöhen. Die Verwaltung möchte eine Möglichkeit ergreifen, die sich kurzfristig ergeben hat. Die Räume in dem Gebäude an der Langen Straße – schräg gegenüber der Grundschule – hatte die Jugendhilfeorganisation „Jugendhof Gotteshütte“ bislang genutzt und dort eine Tagesgruppe betrieben.

 Zum 1. November kündigte die Organisation mit Sitz in Porta Westfalica den Vertrag. „Die Tagesgruppe Rodenberg hat über fünf Jahre lang in über 50 Fällen unterschiedlichsten Familien und ihren Kindern in schwierigen, krisenhaften Situationen geholfen“, schreibt die „Gotteshütte“ auf ihrer Internetseite.

 Im Durchschnitt wurden an der Langen Straße 64/66 vier Schulkinder gleichzeitig im Anschluss an deren Unterrichtszeit betreut. Dabei handelte es sich nach Angaben einer Sprecherin der „Gotteshütte“ um Kinder mit Schwächen im Sozialverhalten oder bei schulischen Leistungen hatten. Die in Rodenberg betreuten Schüler besuchen nun eine Tagesgruppe in Stadthagen.

 Die freien Räume möchte die Stadt nun belegen, um dort Kinder ab drei Jahren betreuen zu lassen. Dafür sei der entsprechende Bereich geeignet, und er könnte sofort genutzt werden. So steht es in den Sitzungsunterlagen für den Jugend-, Kindergarten-, Sport- und Kulturausschuss, der am Dienstag, 24. November, im Gewerbepark Lauenau zusammenkommt, um das Thema zu behandeln.

 Die Zahl von 15 Plätzen hält die Verwaltung für angemessen, weil das Außengelände entsprechend begrenzt sei. Der Ausschuss soll dem Rathaus grünes Licht erteilen, um Verhandlungen über einen Mietvertrag mit Gebäude-Eigentümerin Ursula Schulze aufnehmen zu können. Der Vertragsentwurf werde dann dem Samtgemeindeausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

 Die neue Kita läge aber an einer kniffligen Stelle. In den Morgen- und den Mittagsstunden sind dort zusätzlich zu den Schulbussen und zum Durchgangsverkehr zahlreiche Eltern unterwegs, die ihre Sprösslinge zur Grundschule fahren oder von dort abholen. Dazu kämen dann künftig auch noch die Fahrzeuge jener Eltern, die die Kitakinder abliefern beziehungsweise abholen wollen.

 Etwa 50 Meter weiter, auf dem Ex-Callier-Gelände, plant ein Investor den Bau von Wohnungen mit Garagen, sodass die Situation nicht entspannter werden dürfte. Am Dienstag, 24. November, wird das Thema im Lauenauer Gewerbepark diskutiert. gus

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