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Verweilen statt eilen

Neue Projekte für Innenstadt Verweilen statt eilen

Es gibt Neuigkeiten bei der Zentrumsentwicklung in Rodenberg. Nein, ein Discounter hat kein Interesse an einer Ansiedlung bekundet. Doch den will die Verwaltung auch gar nicht mehr um jeden Preis.

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Zwischen Volksbank und Sparkasse sollen weitere Ladenlokale entstehen.

Quelle: gus

Rodenberg. Vielmehr verfolgen die Verantwortlichen das Ziel, die Innenstadt mit mehreren Projekten aufzuwerten und vor allem kleinteilig vorzugehen.

 Stadtdirektor Georg Hudalla streicht einen Aspekt heraus, der Rodenberg unter vergleichbar großen Orten einzigartig in der Umgebung macht: Alle Versorgungseinrichtungen sind zentral angesiedelt. In anderen Kleinstädten und im Flecken Lauenau gibt es auch Nahversorger an der Peripherie. Sieht man von der Bäckerei Strietzel ab, ist dies in Rodenberg nicht der Fall. „Selbst Netto ist für unsere Verhältnisse schon außerhalb“, so Hudalla. Dabei erreichen Passanten den Discounter vom Amtsplatz binnen drei Minuten. Innenstadt füllen, aber nicht vollpfropfen

 Dieser Ballungscharakter soll beibehalten werden. Doch Hudalla und ebenso Bürgermeister Ralf Sassmann sind daran interessiert, die Stadt nicht vollzupfropfen, obwohl noch weitere Geschäfte, Gastronomie, Ärzte und ein Kindergarten rund um den Amtsplatz angesiedelt werden sollen. Dabei spielt die Volksbank eine zentrale Rolle. Und dies ist neu: Das Geldinstitut denkt mittlerweile nicht mehr an einen Abriss seiner Filiale. Stattdessen will die Volksbank Hudalla zufolge expandieren und die Räume auch modernisieren.

 Zwischen der Filiale und der Sparkassengeschäftsstelle sollen weitere Ladenlokale entstehen – dies zumindest erhoffen sich Stadtdirektor und Bürgermeister. Damit würde an der Stelle ein räumlicher Abschluss des Amtsplatzes geschaffen. Einziehen sollen dort Dienstleister, kleine Läden oder auch ein bis zwei Ärzte. Einen weiteren großen Einzelhändler vermissen die Stadt-Oberen, die versichern, in ständigem Austausch mit Gewerbetreibenden und Politikern der Deisterstadt zu stehen, derzeit gar nicht so sehr.

 Rossmann habe sich als Publikumsmagnet fast auf Aldi-Niveau erwiesen. Mittlerweile sei eine Vielzahl Händler sogar froh über dessen Zuzug und trauere dem Discount-Riesen nicht mehr hinterher.

 Zwischen Rathaus, Volksbank und Aue könnte im hinteren Bereich ein Kindergarten gebaut werden, denn die Stadt benötigt weitere Betreuungskapazitäten. Und im vorderen Bereich wären ein Café oder ein Biergarten denkbar. Die Eigentümer des dort stehenden Hauses haben bereits Verkaufsabsichten signalisiert. Auf dem Amtsplatz selbst möchte die Stadt zusätzliche Attraktionen für Kinder installieren. „Es gilt, den Verweilcharakter des Platzes aufzuwerten“, betont Hudalla.

 An der gegenüberliegenden Seite kommt die zweitaufregendste Immobilienkauf dieses Jahres ins Spiel: Das Oberheide-Gelände. Dessen Hintergrundstück gilt als Schlüssel, um den unbebauten Bereich – möglicherweise bis zur Mühlenaue – zu erschließen. Ob dort barrierefreier Wohnraum wie auf dem Ex-Callier-Grundstück oder Einzelhandel entsteht, ist in Sassmanns Augen derzeit noch zweitrangig. Das entscheide sich, wenn die Stadt den nötigen Grunderwerb getätigt hat. Scheitert dies, wäre aber allein mit dem Oberheide-Grundstück und dem Bereich Poggenwinkel schon einiges möglich, um auch an der Stelle den optischen Platz-Abschluss zu schaffen. Und gelingt der Stadt der große Wurf, alle Gärten in ihren Besitz zu bringen, dann wäre beispielsweise ein neuer Fußweg bis hin zur Eisdiele denkbar.

 Noch sind das alles Visionen, aber manches davon soll in absehbarer Zeit konkret werden. „Da kommt langsam Struktur rein“, sagt Sassmann. Nur eines wird wohl nie zu realisieren sein: Ein autofreier Bereich an der Langen Straße oder auch am Amtsplatz. gus

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