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Neuer „Mittelpunkt im Deister“

Feggendorf/ Stolln Neuer „Mittelpunkt im Deister“

Besucher und Bergleute des „Feggendorfer Stolln“ haben im Bedarfsfall ein sicheres Dach über dem Kopf. Nach rund einjähriger Bauzeit wurde am Sonnabend direkt am Grubeneingang das neue Zechenhaus auf alten Fundamenten „eingeweiht“.

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Sogar Schlüssel samt Schloss sind alt: Bürgermeister Heinz Laufmöller mit Betriebsleiter Florian Garbe.

Quelle: nah

Feggendorf. Beim Bergfest am Sonntag informierten sich viele Gäste über die Heimstatt mitten im Wald. Das ehemalige Betriebsgebäude war vor rund 60 Jahren nach dem Ende der Kohleförderung abgerissen worden. Sein Nachfolger dient künftig als Umkleide und Werkstatt und besitzt Aufenthaltsraum und Toiletten.

Die Freude über das erreichte Ziel im zehnten Jahr seit der Gründung einer Arbeitsgruppe, die sich den Erhalt der ehemaligen Kleinzeche verschrieben hat, stand Betriebsleiter Florian Garbe im Gesicht geschrieben. Das Lob für die immense Fleißarbeit unter und zuletzt über Tage kam von vielen Gratulanten. Lauenaus Bürgermeister Heinz Laufmöller bezeichnete das Zechenhaus als einen neuen „Mittelpunkt im Deister“.

Revierförster Ralph Weidner sah in ihm eine „Anerkennung für die großartigen Leistungen, die hier erbracht worden sind“. In gleicher Weise äußerte sich der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Bergmannsvereine am Deister, Hans Winter. Jürgen Schröder vom Lauenauer Heimatverein erinnerte an bescheidene Mühen in den achtziger Jahren, wenigstens den historischen Stolleneingang zu erhalten: „Auf die von uns geschafften fünf Meter waren wir schon mächtig stolz.“ Heute ist die schon 1831 erschlossene Grube wieder auf weit über hundert Metern begehbar.

Garbe, der das Zechenhaus mit vielen authentischen Gegenständen einrichten ließ, nahm zur Einweihung weitere Relikte des Bergbauwesens in Empfang, darunter eine Keilhaue mit der Betriebsnummer des Stollens. Den fleißigsten Helfern Helmut Bauer und Herbert Neumann überreichte er jeweils ein Berghäckel, einen Holzstock mit angefügtem Schmuckbeil.

Garbe und Weidner pflanzten gemeinsam eine Süntelbuche zur Erinnerung an den Tag. Der Feggendorfer Malermeister Friedrich Wehrhahn brachte ein Namensschild am Zechenhaus an. Die Kosten des Gebäudes bezifferte Laufmöller auf 140 000 Euro. Davon kamen 48 500 Euro aus dem europäischen „Leader“-Programm sowie knapp 10 000 Euro vom Landkreis Schaumburg. 10 000 Euro steuerten die Bergleute durch Eigenleistungen bei, den Rest trug der Flecken Lauenau.

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