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Rodenberg Neuer Name, altes Leid
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Neuer Name, altes Leid
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00:19 30.03.2015
Quelle: SN
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Rodenberg

Die Wählergemeinschaft fühlte sich diesmal von CDU und SPD sowie von der Ratsgruppe Klein/FDP aus dem Thema Generationentreff an der Langen Straße ausgebootet. Im Rat lag ein Antrag vor, der so zu interpretieren war, dass die Lange Straße 2 eine Initiative von SPD, CDU und Klein/FDP ist.

 Konkret ging es um den Antrag auf die Namensgebung, der mit den Bezeichnungen dreier Fraktionen betitelt war. Die einzige Fraktion, die fehlte, war die der WGR, die immerhin den Bürgermeister in Rodenberg stellt. Im Text hieß es, dass „mit den oben genannten Fraktionen“ besprochen worden sei, das Veranstaltungszentrum am 9. Mai zu eröffnen.

 Tina Böhm (WGR) hakte nach, warum die Wählergemeinschaft nicht auch Teil der Initiative sein soll. „Schließlich stehen wir alle hinter dieser Sache“, so Böhm.

 Begründet wurde das Vorgehen nun von CDU und SPD mit dem Fehlen von WGR-Vertretern bei einer Informationsveranstaltung im vergangenen Herbst und bei weiteren Treffen. Im Herbst sei eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, in der anschließend intensiv die Inhalte und die Gestaltung des Bürgertreffs diskutiert worden seien.

 Dabei waren dem Vernehmen nach Vertreter von CDU, SPD und Klein/FDP. Erhard Steege (CDU) betonte, nicht etwa Böhm beziehungsweise die WGR sei ausgegrenzt worden, sie selbst habe sich ausgegrenzt. Böhm entgegnete allerdings, dass sie zeitgleiche Treffen des Internationalen Frauenkreises zu leiten hatte.

 Catrin Döpke (SPD) lobte die Arbeit der Gruppe, zeigte aber auch Verständnis für Böhms Einwände. Die Ratsmitglieder der Gruppe Klein/FDP schwiegen zu dem Thema. Auch Bürgermeister Ralf Sassmann (WGR), der die Ratssitzung leitete, machte keine Anstalten, weiteres Öl ins Feuer zu gießen und drängte nach einiger Zeit auf das Ende der Diskussion, um zum Beschluss über die Namensgebung kommen zu können.

 Der Rat sprach sich dann einhellig für den Namen „Rodenberg-Mitte“ aus. Im Bauausschuss dieser Woche war bereits über die zusätzlich anfallenden Kosten für den Bürgertreff befunden worden. 105.000 Euro für Wärmedämmung, Elektro-Installation, einen Sichtschutzzaun sowie neue Fenster und Türen bewilligte das Gremium.

 Ein Zuhörer erkundigte sich nach den Gesamtkosten, worauf die Verwaltung jedoch keine Antwort hatte. Diese werde im Bauausschuss nachgereicht. gus

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