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Neufassung von „Klostermanns Grundstück“ präsentiert

Zeitloser Humor Neufassung von „Klostermanns Grundstück“ präsentiert

Der Rodenberg-Verlag hat in dieser Woche sein erstes Buch veröffentlicht. Bei einer Feierstunde im Foyer der Sparkasse präsentierte Rudolf Zerries die Neufassung des Werkes „Klostermanns Grundstück“ aus der Feder des Publizisten und Schriftstellers Julius Rodenberg.

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Lars Pasucha liest aus der von Rudolf Zerries (rechts) publizierten Reproduktion des Buches „Klostermanns Grundstück“.

Quelle: gus

Rodenberg (gus). Zerries hatte gemeinsam mit einigen Mitstreitern die Aufgabe übernommen, den Band mit Erzählungen aus der Frakturschrift in die heute gebräuchliche Schrift mit ihren lateinischen Zeichen zu übertragen. Ziel sei es, die Werke des berühmten Sohnes der Dei-sterstadt lesbar zu machen. Denn es erleichtere den Zugang doch erheblich, wenn die Texte nicht in der veralteten Schrift zur Verfügung stehen.

 Bei dem Prozess wurden die Seiten eines Originalbuchs eingescannt und die Schreibweisen der Wörter an die heutige Rechtschreibung angepasst (wir berichteten). Problematisch waren beispielsweise die Zeichensetzung, die S-Laute aber auch andere mittlerweile stark veränderte Schreibformen. Zerries zur Seite standen unter anderem Ehefrau Karin Zerries, Lektorin Rosina Löwa und Korrektor Marcus Lüthke. Gedruckt wurde die Reproduktion im Print-Media-Atelier.

 Bei der Präsentation vor gut 30 Gästen las Lars Pasucha, in dessen Buchhandlung das Werk zu haben ist, einige Seiten aus „Klostermanns Grundstück“ vor. Deutlich wurde dabei der subtile Humor Julius Rodenbergs. Dessen Stil erweist sich – von den Inhalten der Geschichten einmal abgesehen – als geradezu zeitlos. Die modernen Autoren aus dem humoristischen Fach hätten die Suche der Klostermanns nach einem Eigenheim kaum ulkiger und spannender beschreiben können.

 Die ständig quengelnde Berlinerin, die Flavia und Cajus Klostermann bei jeder Gelegenheit unter die Nase reibt, dass die Villa, in der sie sich umsehen, eigentlich zu edel für das Paar ist, hätte auch eine Figur aus einem Tommy-Jaud- oder einem Dora-Heldt-Roman sein können.

 Nicht nur dafür gab es viel Applaus. Friedrich Hecht und Marlies Berndt stellten gleich das nächste Projekt des Rodenberg-Verlags vor. Sie lasen Passagen des Buches „Aus der Kindheit“ von Julius Rodenberg und machten deutlich, wie umfangreich die Anmerkungen zu dem Faksimile sein würden. Daher sollen diese auch in Form eines Anhangs an das Buch angehängt werden. Spannend ist aber auch dieser Text, taucht doch so manches noch heute vorhandene Detail der Stadt Rodenberg auf.

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