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Rodenberg Nicht für goldene Bürgersteige
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Nicht für goldene Bürgersteige
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00:15 07.02.2017
Edeltraud und Herbert Wehrhahn (rechts) ziehen aus Altersgründen nach Bad Münder. Bürgermeisterin Marion Passuth freut sich, dass die beiden vor dem Abschied noch einmal an der geselligen Runde teilnehmen. Quelle: göt
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HÜLSEDE

Zusammen mit Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla informierte sie kurz über aktuelle Themen. Im Mittelpunkt des Abends standen aber das gesellige Zusammensein und ein Austausch der Bürger.

Ohne lange zu fackeln sprach Passuth nach der Begrüßung einige unangenehme Themen an. „Über kurz oder lang müssen wir die Steuern erhöhen“, sagte sie sachlich. Es stünden noch einige wichtige Projekte an, wie die Sanierung von Straßen. „Wir brauchen das Geld nicht um goldene Bürgersteige zu setzen“, so Passuth. Für die erforderlichen Maßnahmen sei der Haushalt einfach zu knapp gestrickt. Die Erhöhung solle aber moderat ausfallen.

Während die Zuhörer beim Thema Steuererhöhung gelassen reagierten, traf Passuth mit dem nächsten Thema offensichtlich einen Nerv: Pferdekot auf den Straßen des Dorfes. „Die Beschwerden häufen sich“, sagte auch Passuth sichtlich erregt. Sie habe schon mit einem Aushang versucht, die Reiter darum zu bitten, die Haufen nach dem Ausritt zu beseitigen. „Die Reiter sollen ja nicht direkt mit Eimer und Schaufel losreiten“, erklärte sie, „aber man kann es doch im Nachhinein beseitigen“.

Zustimmend äußerte sich das Publikum, von denen viele selbst mit dem Problem zu kämpfen haben. Doch die Bürgermeisterin sei „auf Granit gebissen“. Bis zu 100 Euro Bußgeld wären denkbar. So werde es auch in anderen Gemeinden gehandhabt. „Soweit will ich es aber nicht kommen lassen“, erklärte die Bürgermeisterin. Sollte sich die Situation nicht bessern, müsse man im Rat aber mal darüber nachdenken.

Seitens der SPD wurde schon im Zuge des Wahlkampfes die Idee aufgeworfen, einen Bürgerverein zu gründen. Dieser soll nun in die Tat umgesetzt werden, berichtete Passuth. Dazu verwies sie auf eine erste Besprechung am 24. Februar um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, zu der jeder willkommen sei. Dabei soll es kein Verein im eigentliche Sinne werden, sondern vielmehr ein freiwilliges „Bürger-Team“, so lautet auch der vorläufige Name des Projektes. In diesem Team sollen sich einige Bürger zusammenfinden, die sich an der Verschönerung und Pflege des Dorfes beteiligen wollen. Als Beispiele nannte Passuth den Anstrich von Bänken, das Bepflanzen von Blumenkübeln oder das Säubern der Ortsschilder.

Ein weiteres Projekt der SPD geht ebenfalls in wenigen Wochen an den Start. Auf einer Website will die SPD über Themen aus den Ratssitzungen und von Neuigkeiten aus dem Dorf berichten. Der Bürgerempfang wird in Hülsede zu einem festen Termin und findet auch im kommenden Jahr am ersten Freitag im Februar statt. göt

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