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Nicht mit dem Abc anfangen

Spezielle Lehrbücher für Flüchtlinge Nicht mit dem Abc anfangen

Damit der Deutsch-Unterricht für die Flüchtlinge noch besser funktioniert, hat die Rodenberger Arbeiterwohlfahrt (Awo) den ehrenamtlichen Lehrern sieben spezielle Schulbücher geschenkt. Diese eignen sich zum Erlernen von Deutsch als Zweit- beziehungsweise Fremdsprache.

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Awo-Mitarbeiterin Natia Lang (von rechts) überreicht Flüchtlingskoordinator Uwe Märtens sowie den Lehrerinnen Roswitha Blume und Elisabeth Rautenberg-Röver die neuen Schulbücher.

Quelle: gus

Rodenberg. Denn mit dem Abc müssen die Lehrer bei den Asylbewerbern nicht anfangen. Daher wird mit kompletten Begriffen begonnen, die mit Bildern erklärt werden. Bildersprache ist bekanntlich international. Also kommt es nicht einmal so sehr darauf an, ob die betreffenden Schüler das lateinische oder das arabische Alphabet kennen. Oder gar keines. Denn sie lernen die Buchstaben anhand der Begriffe.

 Was ein Hund, ein Auto oder ein Haus ist, das wissen die Flüchtlinge schließlich. Nur können sie es nicht auf Deutsch formulieren. Seit Mitte Januar erteilen daher ehrenamtliche Lehrer im Backhaus Aktiv Deutsch-Stunden für die Neubürger aus dem Ausland. Nicht nur Kinder, auch Erwachsene werden unterrichtet.

 Dafür stehen bis zu neun Lehrer zur Verfügung – eine Zahl, die Koordinator Uwe Märtens mehr als zufrieden stimmt. „Wir haben momentan sogar eine Warteliste“, sagt er. Und die Lehrer stammen keineswegs alle aus der Deisterstadt, sondern auch aus den umliegenden Orten.

 Der Unterricht läuft gut. „Die Kinder sind sehr lernwillig und aufnahmefähig“, sagt Elisabeth Rautenberg-Röver, eine der Lehrerinnen. Und das, obwohl die Jungen und Mädchen vormittags zur Schule gehen, wie Awo-Mitarbeiterin Natia Lang unterstreicht. Man spüre, dass die Neubürger unbedingt Deutsch lernen wollen, um sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden. gus

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