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Noch immer ist der Nabu kritischer Beobachter

Samtgemeinde Rodenberg / 30-jähriges Bestehen Noch immer ist der Nabu kritischer Beobachter

Er tritt Landwirten und Jägern schon mal auf die Füße, rügt unsanft die Kommunalpolitik und erweist sich bei Behörden als hartnäckiger Gesprächspartner.

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Junge und erwachsene Nabu-Mitglieder gemeinsam bei regelmäßigen Pflanzaktionen wie hier am Biotop in der Gemarkung Altenhagen II.

Quelle: nah

Samtgemeinde Rodenberg (nah). Doch nicht die Konfrontation ist das Ziel, sondern der Erhalt der Artenvielfalt und der sorgfältige Umgang mit den Ressourcen der Umwelt. Jetzt kann die Rodenberger Ortsgruppe im Naturschutzbund (Nabu) auf ein 30-jähriges Bestehen zurückblicken.

 Auf Anhieb fanden sich 40 Mitglieder, als im Herbst 1982 Jürgen Schmidt die lokale Gemeinschaft des damals sich noch so bezeichnenden Deutschen Bunds für Vogelschutz (DBV) gründete. Exkursionen und Vorträge wurden angeboten; Bachufer und Wegränder bepflanzt; Kopfweiden geschneitelt; Krötenschutzzäune gesetzt. Nachahmenswerte Beispiele lieferte er auf dem eigenen Besitz, der Pohler Wischmühle, mit Steilwänden für die Uferschwalbe. Zudem suchte der Vorstand das Gespräch mit anderen gesellschaftlichen Gruppen, um dort für den Naturschutz zu werben.

 1990 setzte der heute noch amtierende Soldorfer Gerhard Hurek konsequent Schmidts Arbeit fort. Die begonnene „Vernetzung“ von Biotopen in einer von großen Agrarflächen beherrschten Landschaft war auch sein Anliegen. Doch während sich der Nabu zuvor auf Pachtland oder kostenfrei überlassene Flächen beschränken musste, fand der neue Vorsitzende Finanzierungswege zum Beispiel über die Deutsche Umwelthilfe und Bingo-Lotto zum Kauf größerer Parzellen. So gelangten das „Grabeloh“ bei Lyhren und ein Areal bei Altenhagen II in den Vereinsbesitz. Weitere sollen folgen.

 Neben Mehrtagesfahrten, der Mitarbeit in der Rodenberger „Agenda“-Gruppe und der Präsenz mit Info-Ständen bei Veranstaltungen nutzte der Vorstand alle Möglichkeiten, sich über Sachverhalte zu informieren oder im Rahmen seiner Verbandsrechte einzubringen. So war der Nabu die erste Organisation, die ihre Stimme gegen die inzwischen aufgegebenen Pläne von Autobahnparkplätzen bei Rodenberg erhob – auch in der Sorge, dass dadurch der schützenswerte Unterlauf des Feggendorfer Schlierbachs sowie die als Vogelrückzugsgebiet bekannten Teiche an der Kläranlage der Samtgemeinde Rodenberg gefährdet seien.

 Vorbildlichen Artenschutz leisten Mitglieder, die sich der Pflege von Schleiereulenkästen und Fledermaus-Winterquartieren verschrieben haben. Stolz ist der Naturschutzbund auf die von Ines Rahn-Weiser geleitete Kindergruppe. Nach mehrjähriger Pause konnte damit ein früheres Engagement der Rodenbergerin Daniela Wernicke fortgesetzt werden.

 Ein Ziel ließ sich allerdings auch im 30. Vereinsjahr nicht erreichen. Trotz mehr als 500 Mitgliedern besteht der Kreis der engagiertesten Helfer gerade einmal aus etwa 20 Personen.

Feierstunde am Freitag

Mit einem Rückblick und einem Vortrag über Wildkatzen im Deister feiert der Naturschutzbund (Nabu) Rodenberg am morgigen Freitag, 16. November, um 19 Uhr im Rodenberger „Ratskeller“ vor Mitgliedern und interessierten Gästen sein 30-jähriges Bestehen. Außer Hinweisen zu den unterschiedlichen Nabu-Aktionen der Vergangenheit durch den Vorsitzenden Gerhard Hurek wird die Biologin Andrea Krug berichten, wie die scheuen Krallentiere sich den Höhenzug als Lebensraum zurückerobert haben. Krug untersucht im Auftrag der Niedersächsischen Landesforsten und der Region Hannover die neuerliche Verbreitung der Wildkatzen und informiert über die notwendigen Strukturen des Waldes, damit die Tiere überleben können. Im Anschluss wird ein Imbiss gereicht, der – wie es in der Nabu-Mitteilung heißt – „aus Erzeugnissen aus der Region und weitgehend nachhaltiger Produktion“ bestehe. nah

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