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(Noch) wenig Gegenwind

Umgestaltung des Amtsplatzes in Rodenberg (Noch) wenig Gegenwind

Die Vorstellung der Pläne der Volksbank Hameln-Stadthagen zur Umgestaltung des Amtsplatzes (wir berichteten) ist auf reges Interesse gestoßen, die Veranstaltung musste kurzfristig vom Filialgebäude in den Ratskeller verlegt werden.

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Architekt Florian Brandstetter stellt die Pläne im vollen Ratskeller vor.

Quelle: js

RODENBERG. Entgegen der Vermutung, dass das Konzept auf viel Widerstand stoßen würde, fiel der Gegenwind der Zuhörerschaft verhältnismäßig ruhig aus.

Klaus Meyer vom Vorstand des Geldinstituts versuchte jedweder Kritik von vornerein den Wind aus den Segeln zu nehmen. Er sprach davon, dass die Errichtung eines U-förmigen Gebäudes östlich der bestehenden Filiale nicht nur eine Steigerung der Attraktivität des Amtsplatzes bringe, sondern auch für mehr Frequenz im Innenstadtbereich sorge. Das stellten aber erwartungsgemäß einige Zuhörer, etwa CDU-Ratsmitglied Erhard Steege, in Frage.

Interessenten kommen von außerhalb

Meyer versicherte aber, dass die bisherigen Interessenten für die gewerblichen Flächen des Neubaus nicht aus dem Bereich der Langen Straße kommen. Auch Bauamtsleiter Jörg Döpke sprach davon, dass die Lange Straße durch das Konzept aus Wohnen und Gewerbe auf dem Amtsplatz profitiere. Nach den vorgestellten Plänen, die nach den Worten des Architekten Florian Brandstetter lediglich eine „erste Vision“ darstellen, sollen in das Gebäude, neben gewerblichen Flächen im Erdgeschoss, im Ober- sowie Dachgeschoss insgesamt neun Wohnungen von 45 bis 120 Quadratmeter Wohnfläche entstehen.

In der neu geschaffenen Fläche zwischen Volksbankgebäude und dem Neubau entstehe nach Worten Brandstetters eine „lebendige Zone des Verweilens“. Auch diese Vorstellung wurde, ebenso wie die Platzhalter für die Gewerbeflächen (Apotheke, Fleischerei, Bäckerei), von einem Besucher infrage gestellt. Der Architekt könne sich allerdings vorstellen, dass eine Bäckerei beispielsweise einen bestuhlten Außenbereich haben könnte. Außerdem stehe noch nicht fest, welche Gewerbe letztlich in das Gebäude ziehen würden.

Viele Zuhörer bemängelten zudem das Parkkonzept und die Schaffung einer dafür notwendigen Straße. Denn von der Amtsstraße würde in Höhe des offenen Bücherschranks eine Zufahrt zu einem großen Parkplatz abzweigen, der zwischen Rathaus, Burgwall und Aue angesiedelt ist. Auch bei diesem Thema wiesen die Verantwortlichen Planer daraufhin, dass verschiedene Lösungen möglich sind.

Volksbankgebäude bleibt

Ein Abriss des Volksbankgebäudes und die Integration der Filiale in das neue Gebäude, wie von einem Besucher vorgeschlagen und mit verhaltenem Applaus bedacht, ist dagegen kein Thema. „Darüber haben wir zwar ernsthaft nachgedacht“, versichert Meyer, „aber dass ist einfach nicht wirtschaftlich.“ Man habe ein funktionierendes Geschäftshaus, dessen Außenfassade außerdem aufwendig saniert werden soll.

Auch Stadtdirektor Georg Hudalla sagte mit einem Zwinkern, dass das Volksbankgebäude sicher keine Augenweide sei. „Aber der Volksbank gehört das Haus und die Bank nimmt das Geld nun mal eben für die Umgestaltung in die Hand.“ Er sei sich sicher, dass das Geldinstitut und das Architektenbüro Brandstetter die kritischen Anmerkungen der Zuhörerschaft beherzigen und eine für alle Seiten positive Lösung gefunden wird.

Und ob die Pläne letztlich tatsächlich umgesetzt werden, steht noch in den Sternen. Gegenwärtig erarbeiten Verwaltung und Volksbank einen Durchführungsvertrag. Dieser wird nach Fertigstellung dem Rat vorgestellt, wo er zur Abstimmung steht. js

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