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Noch zwei offene Stellen

Julius-Rodenberg-Schule Noch zwei offene Stellen

Der drohende Lehrermangel an der Julius-Rodenberg-Schule ist kleiner geworden. Nach Angaben des Landtagsabgeordneten Karsten Becker sind nur noch zwei volle Stellen in Rodenberg offen. Vor drei Wochen hatte es noch geheißen, dass drei volle Stellen unbesetzt sind.

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Vier Lehrerinnen der Julius-Rodenberg-Schule sind vom Kollegium verabschiedet worden. In einer bewegenden Zeremonie mit viel Musik sagten Gertin Johnson (von links), Frauke Habekost, Sigrid Pfeifer und Adelheid Meimbresse Adieu. Eine weitere Kollegin ist in den Mutterschutzurlaub gegangen.

Quelle: JS

RODENBERG. Vor drei Wochen hatte es noch geheißen, dass drei volle Stellen unbesetzt sind. Nicht erst jetzt, wo zum Sommer fünf Lehrerinnen die Schule verlassen, herrscht Lehrermangel an der Julius-Rodenberg-Schule – nach Angaben von Elternvertreterin Birgit Krüger existiert das Problem seit mindestens 2014. Für die Schüler sei die Belastung hinzugekommen, dass Kinder in den Klassen sitzen, die über geringe oder gar keine Deutschkenntnisse verfügen. Erst vor Kurzem sei dafür entsprechender Förderunterricht möglich geworden.

Unzumutbare Belastungen für die Schüler

Doch dieses Angebot würde ebenso ab August wieder wegfallen, wie andere Stunden abseits des Pflichtunterrichtskontingents, wenn die offenen Lehrerstellen nicht sämtlich wieder besetzt werden. Krüger sprach von unzumutbaren Belastungen für die Schüler, auch weil statt Lehrern oft pädagogische Mitarbeiter eingesetzt werden. Die Landesschulbehörde hatte auf Anfrage dieser Zeitung Anfang Juni erklärt, dass nach derzeitigem Stand noch Bewerber für drei Stellen gesucht werden. Krüger gab das Ziel aus, diese drei Stellen zum August mit „kompetenten und engagierten Lehrkräften“ zu besetzen. Daher hatte der Elternrat zum Gespräch mit den Landtagsabgeordneten Karsten Heineking (CDU), Anja Piel (Grüne) und Karsten Becker (SPD), der CDU-Landtagskandidatin Colette Thiemann sowie Vertretern aus Verwaltung und lokaler Politik eingeladen.

Nun ist eine der drei offenen Stellen an der Julius-Rodenberg-Schule mittlerweile besetzt worden, wie Becker kundtat. Für eine zweite Stelle werden demnach die Qualifikationen einer Bewerberin geprüft. Blieben dennoch zwei Stellen offen, müssten Zwischenlösungen gefunden werden. Denkbar sei beispielsweise, eine weitere Lehrkraft nach Rodenberg abzuordnen. „Eine Abordnung ist nie garantiert“, hakte Schulelternratsvorsitzender Michael Kanthak ein. Dies hänge immer auch von der Verfügbarkeit ab.

Langfristige Planung ist nötig

Heineking und Thiemann lobten den Vorstoß der Elternvertreter. Wer sich nicht melde, werde als letztes versorgt, so Heineking. Der CDU-Politiker vertrat die Ansicht, dass in Niedersachsen zuletzt viele Lehrer ausgebildet wurden, die dann hier aber nicht eingestellt wurden. Er warb indirekt auch für den Seiteneinstieg von Fachleuten als Lehrkräfte. Außerdem sei langfristige Planung nötig, um Lehrerstellen vollumfänglich zu besetzen.

Becker bezeichnete den Pädagogenmangel als bundesweites Problem. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla fügte hinzu, dass es gerade für kleinere Kommunen durchaus schwierig ist, Lehrer anzulocken. Die Verwaltung habe ihrerseits wenigstens für eine möglichst gute materielle Ausstattung der Grundschulen Rodenberg und Lauenau gesorgt, um diese für potenzielle Bewerber so attraktiv wie möglich zu machen. gus

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