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Rodenberg Norbert Jahn sichert sich Patent auf Julius Rodenberg
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Norbert Jahn sichert sich Patent auf Julius Rodenberg
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15:44 11.02.2019
Geschützte Marke: Der Name Julius Rodenberg ist beim Patentamt eingetragen. Quelle: pr.
Rodenberg

Eine Preisverleihung in Hannover, an der Jahn beteiligt ist, steht kurz bevor. Damit es zu der Verleihung der Julius-Rodenberg-Medaille, die eine Gruppe Rodenberger vorbereitet, kommt, ist nun aber wohl eine Einigung mit dem Inhaber der Namensrechte nötig.

Diese Intention steckt hinter dem Namens-Patent

Denn wer grundsätzlich den Namen Julius Rodenberg für etwas öffentlich Wahrnehmbares nutzen will, muss bei Jahn um Erlaubnis bitten. So steht es in den Unterlagen des Patentamtes in München. Das bedeutet aber nicht, dass sich jetzt die Grundschule umbenennen muss. „Die hatte die Namensrechte ja schon vorher, und ich möchte auch niemandem Knüppel zwischen die Beine werfen“, versichert Jahn.

Jahn ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Julius-Rodenberg-Stiftung. Sein Ziel sei es, „dass der Name Julius Rodenberg über die Grenzen hinaus bekannt wird und nicht nur in Rodenberg“. Die Stiftung hatte bisher bereits einige Stipendien vergeben und nicht nur lokal gewirkt: Vor der Landtagswahl 2018 schrieb die Stiftung beispielsweise einen landesweiten Filmwettbewerb zur Demokratieförderung aus.

Preisverleihung in Hannover

Jetzt steht die Prämierung einer weiteren überregionalen Preisträgerin bevor: Am 20. Februar (12 Uhr, Künstlerhaus an der alten Börse, Hannover) werden gemeinsam mit der Vereinigung Junge Presse Niedersachsen Nachwuchsjournalisten aus dem Land ausgezeichnet. Als Preisgeld lobt die Stiftung 3500 Euro aus, Schirmherr ist Ministerpräsident Stephan Weil. Der Name des Wettbewerbs lautet "Unzensiert".

Die Julius-Rodenberg-Stiftung wurde 2015 gegründet, maßgeblich war dies Jahns Betreiben zuzuschreiben. Sie steht unter dem Dach der Bürgerstiftung Schaumburg. Jahns Ziel: Von nun an soll jedes Jahr ein Preis im Namen Julius Rodenbergs landesweit ausgelobt werden. Dies werde auch dazu beitragen, die nun geschützte Marke populärer zu machen.

Mehr zum Thema: 20 Interessierte begeben sich auf die Spuren von Julius Rodenberg.

Jahn schätzt das Werk des Publizisten, Buchautors und Journalisten Julius Rodenberg (1831-1914). Dieser galt mit seinem Magazin Deutsche Rundschau, gegründet im Jahr 1874, als einer der führenden Herausgeber von Druckerzeugnissen im deutschsprachigen Raum.

Irritiert über das Vorgehen der Stadt

Einen Streit mit den Machern der Julius-Rodenberg-Medaille, die im kommenden Jahr erstmals verliehen werden soll, will Jahn vermeiden. Daher steht seine Tür für eine Kooperation mit der Gruppe offen, beteuert er. Allerdings möchte Jahn die Bestrebungen um Julius Rodenberg ungern in einen Wildwuchs ausarten lassen.

Etwas irritiert ist Jahn allerdings schon, dass die Stadt eine Julius-Rodenberg-Medaille verleihen möchte, ohne dass sie ihn um Erlaubnis bat. Dass er das Namenspatent habe, sei der Stadt seit zwei Wochen bekannt.

von Guido Scholl