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Nur ein Planer für das Zentrum

Rodenberg Nur ein Planer für das Zentrum

Darüber, wie die Rodenberger Innenstadt weiter zu entwickeln ist, soll ein Stadtplaner Erkenntnisse liefern. Dies hat der Bauausschuss empfohlen und sich nach einer ausgedehnten Debatte um Für oder Wider gegen einen Architektenwettbewerb ausgesprochen.

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RODENBERG. Matthias Schellhaus (Grüne) beantragte eingangs der Sitzung, den Tagesordnungspunkt zum Städtebaulichen Wettbewerb abzusetzen, weil es genügend andere Baustellen in der Innenstadt gebe. Ferner bestehe noch Informationsbedarf, schließlich sei eigentlich auch die Windmühlenstraße in den Bereich des Wettbewerbs einzubeziehen, was bis dahin so nicht formuliert war.

CDU-Sprecher Erhard Steege äußerte sein Unverständnis darüber, dass das Thema überhaupt noch einmal auf der Tagesordnung des Bauausschusses auftaucht. Das Gremium habe die Durchführung des Wettbewerbs ohnehin bereits befürwortet. Also hätte eigentlich ein Verwaltungsausschuss-Votum folgen müssen, was aber nicht geschehen sei.

38 000 Euro Planungskosten

Dem widersprach Jörg Döpke, Baufachbereichsleiter im Rathaus. In der Vorlage zur jetzigen Sitzung stehe eine Summe von 38000 Euro, die die Planungskosten für den Wettbewerb beziffere. Von einer solchen Zahl sei im alten Beschlussvorschlag nirgends die Rede. Schellhaus‘ Antrag auf Absetzung scheiterte bei vier Enthaltungen und zwei Gegenstimmen. Nur Schellhaus selbst hatte dafür votiert.

Das Gremium sprach sich später auch gegen den Wettbewerb aus. SPD-Sprecherin Anja Niedenzu hielt die Summe von 38000 Euro für zu hoch, besser wäre es, nur einen Stadtplaner zu beauftragen. Dirk Holm-Bertelsen (WGR) fand die Wettbewerbsidee recht charmant, weil Anstöße von außen in die Stadt kämen. Und es gingen mehrere Vorschläge ein, wenn mehrere Planer beteiligt seien. „Wir sollten endlich mal in die Strümpfe kommen“, sagte Erhard Steege (CDU). Dessen Fraktion hatte den Wettbewerb beantragt. Dieser Antrag scheiterte aber an Gegenstimmen von SPD und WGR.

Bedarf für Stadtkern erarbeiten

Ohne den Wettbewerb wird die Planung für das Stadtzentrum um etwa 25000 Euro günstiger, zudem verwies Döpke darauf, dass die Stadt keine Erfahrung mit einem Wettbewerb dieser Art hat. Zugelassen werden sollten nach Darstellung der Verwaltung zehn Beträge von Stadtplanern. Ein Preisgericht hätte zunächst in einem Kolloquium die Ergebnisse sondiert und anschließend fachliche und unabhängige Beurteilungen abgegeben. Der Sieger wäre anschließend mit weiteren Aufträgen bedacht worden.

Ziel des Ganzen – egal ob Wettbewerb oder einzelner Planer – ist es, den Bedarf für den Stadtkern herauszuarbeiten, was wiederum Rückschlüsse auf die Nutzung einzelner Gebäude ermöglichen soll. Der Planungsbereich des Wettbewerbs umfasst Poggenwinkel, Amtsplatz und Lange Straße. Die Windmühlenstraße blieb außen vor.

Ob der Wettbewerb nun endgültig beerdigt ist, bleibt abzuwarten. Verwaltungsausschuss und Rat könnten auch zu anderen Abstimmungsergebnissen kommen. gus

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